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Geißler kritisiert CDU-Patriotismus-Debatte

Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat seine Partei davor gewarnt, das Thema Patriotismus zu missbrauchen. Die Debatte werde genutzt, „um die Leidensfähigkeit der Deutschen zu stärken“, sagte er der „Westdeutschen Zeitung“.

dpa DÜSSELDORF. Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat seine Partei davor gewarnt, das Thema Patriotismus zu missbrauchen. Die Debatte werde genutzt, "um die Leidensfähigkeit der Deutschen zu stärken", sagte er der "Westdeutschen Zeitung".

Geißler kritisierte auch den CDU-Beschluss, Kindern von Ausländern den Nachzug nach Deutschland zu erschweren. So etwas passe "nicht so gut" zum christlichen Anspruch der CDU. "Es ist ein Widerspruch, einerseits darüber zu räsonieren, ob der Vierzeller in der Petrischale ein Mensch ist, aber andererseits über das Schicksal von Kindern, die schon auf der Welt sind, einfach hinwegzugehen."

Nationalstolz sei auch keine Voraussetzung für das Amt des CDU-Generalsekretärs, sagte Geißler mit Blick auf den derzeitigen Amtsinhaber Laurenz Meyer. Dieser hatte mehrfach betont, er sei stolz darauf, ein Deutscher zu sein. "Stolz gehört zu den sieben Hauptsünden", merkte Geißler dazu an.

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