Geknackte Aktivierungsprozedur war nicht die entgültige
Microsoft will Verfahren für Windows-XP-Aktivierung lockern

Microsoft will das Verfahren bei der umstrittenen Aktivierung des neuen Betriebssystems Windows XP lockern. Anstatt drei können jetzt vier Komponenten verändert werden, sodass eine Neuregistrierung fällig wird. Die entgültige Version der Aktivierungsprozedur soll nicht knackbar sein.

Reuters SEATTLE. Nutzer könnten nun mehr Eigenschaften ihres Computers verändern, ohne das Programm erneut aktivieren zu müssen, sagte Microsoft-Manager Shawn Sanford am Mittwoch in Seattle.Bei der Aktivierung muss der Käufer des neuen Betriebssystems zunächst einen Zugangscode von Microsoft eingeben, um die Software auf seinem PC benutzen zu können. So soll Windows XP praktisch an einen PC gebunden werden, um die Verbreitung von Raubkopien einzudämmen. Windows XP soll Ende Oktober auf den Markt kommen.

Kritiker dieses Verfahrens haben Microsoft nach Tests mit vorläufigen Windows-XP-Versionen unter anderem vorgeworfen, dass das Verfahren Schwierigkeiten beim Aufrüsten von PCs verursache: Wenn das Profil des Computers durch neue Grafikkarten oder Festplatten zu stark verändert werde, funktioniere Windows nicht mehr. Das Programm erkenne dann "seinen" Computer nicht mehr.

Künftig können Microsoft-Manager Sanford zufolge innerhalb einer bestimmten Zeit vier von zehn Hardware-Eigenschaften verändert werden, ohne dass eine neue Aktivierung notwendig werde.

Entgültige Aktivierungsprozedur nicht mehr knackbar

Vor kurzem war es dem Online-Magazin tecChannel gelungen, mit Hilfe der Erkenntnisse der Berliner Fully Licensed den Aktivierungsschutz in einer vorläufigen Version von Windows XP auszuhebeln. Der Hersteller weist darauf hin, der Eingriff klappe nur bei dem derzeit vorliegenden ersten Release Candidate. Bis zur endgültigen Version, die am 25. Oktober auf den Markt kommen soll, werden sich noch Änderungen ergeben. In der Verkaufsversion solle der Trick nicht mehr funktionieren, so Microsoft Deutschland.

Integriert in Windows XP sind Multimedia-Funktionen für das Herunterladen von Musik und Filmen aus dem Internet, die zu der neuen Konzernstrategie "dot Net" gehören. Damit will Microsoft angesichts sinkender Verkaufszahlen bei PC's verstärkt im Internet Fuß fassen.

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