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Gelähmtes Schussopfer will US-Waffenfirma aufkaufenDPA-Datum: 2004-07-10 18:07:16

San Francisco (dpa) - Ein 17-jähriger Kalifornier, der nach einem versehentlich losgegangenen Schuss aus einer Pistole querschnittsgelähmt ist, will eine Waffenfirma aufkaufen. Wie die «Los Angeles Times» am Samstag berichtete, will Brandon Maxfield das Inventar vernichten.

San Francisco (dpa) - Ein 17-jähriger Kalifornier, der nach einem versehentlich losgegangenen Schuss aus einer Pistole querschnittsgelähmt ist, will eine Waffenfirma aufkaufen. Wie die «Los Angeles Times» am Samstag berichtete, will Brandon Maxfield das Inventar vernichten.

Vor einem Konkursgericht habe er ein Kaufangebot in Höhe von 175 000 Dollar für das kalifornische Unternehmen Bryco Arms eingereicht. Das Geld stammt weitgehend aus Spenden, die der Junge durch Aufrufe auf seiner Webseite aus aller Welt erhalten hat. Maxfield will die Firma kaufen, um die 70 000 Waffen des Unternehmens einzuschmelzen und weitere Unfälle zu verhindern.

Der Junge war im Alter von sieben Jahren in seinem Elterhaus von einem Babysitter angeschossen worden. Die Pistole stammte aus der Produktion von Bryco Arms. Bei dem Versuch, die Waffe zu entladen, hatte sich versehentlich der Schuss gelöst. Der Junge ist seitdem querschnittsgelähmt.

Eine Jury sprach dem Schussopfer im Jahr 2003 eine Entschädigung in Höhe von 51 Millionen Dollar zu. Die Firma meldete Konkurs an. Nach Angaben von Maxfields Anwalt hat der Waffenhersteller bis jetzt noch keine Schadenszahlung geleistet.

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