Geländewagen für die USA
Smart geht ins Gelände

Den Sprung über den Atlantik will der zum Daimler-Chrysler-Konzern gehörende Kleinwagenbauer Smart 2006 mit einem Geländewagen wagen.

HB FRANKFURT. Dank des seit April verkauften Smart Roadster will der Chef der Smart-Geschäftsführung, Andreas Renschler, den Umsatz in diesem Jahr zudem um mindestens 20 % ausbauen.

"Wir werden ein Smart Sport Utility Vehicle auf Basis des Forfour 2006 einführen", sagte Renschler am Dienstag auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im Interview mit Reuters in Frankfurt. Das in Brasilien gefertigte Modell soll weltweit verkauft werden, zielt aber auf den US-Markt ab. Mit seinem zweisitzigen City Coupe wolle Smart die USA frühestens mit der nächsten Modellgeneration erobern. Derzeit verhindert eine von den US-Behörden nicht akzeptierte bauliche Besonderheit am Tankeinfüllstutzen die Markteinführung jenseits des Atlantik.

Die Entscheidung, ob Smart den viersitzigen, 3,75 Meter langen Forfour auch in China verkaufen oder sogar fertigen werde, soll 2004 fallen, sagte Renschler. Derzeit laufe eine Machbarkeitsstudie dazu.

Der Umsatz von Smart soll im laufenden Jahr trotz bisher stagnierender Verkaufszahlen um 20 % auf mehr als 1,3 (Vorjahr: 1,1) Mrd. ? steigen, wie Renschler sagte. Dazu trage die zweite Generation des Zweisitzers ebenso bei wie der Roadster. Der kleine Sportwagen stößt auf eine rege Nachfrage und hat die Absatzerwartungen mit gut 12 000 Einheiten bereits deutlich übertroffen. Nun sollen im lothringischen Hambach in diesem Jahr insgesamt 15 000 Roadster gebaut werden. Für den Absatz ist Smart zurückhaltender. "Die (2002 erreichten) 122 000 Einheiten werden wir in jedem Fall übertreffen", bekräftigte Renschler. Von den 135 000 Einheiten, mit denen Jürgen Hubbert, der Chef der Mercedes Car Group, im Frühjahr zitiert worden war, distanzierte sich Renschler. "Hubberts Zahl steht nicht in meiner Zielvereinbarung", betonte er.

Der Smart Forfour, der im Frühjahr 2004 auf den Markt kommt, werde Smart im kommenden Jahr erstmals über die Gewinnschwelle hinweghelfen, bekräftigte Renschler. Derzeit verhinderten nur noch die Abschreibungen auf Entwicklungskosten schwarze Zahlen. "Wir verdienen mit jedem Smart Geld", betonte er. Vom "Forfour" muss Smart 80 000 bis 100 000 Stück verkaufen, um rentabel zu sein. Auf einen Zeitpunkt, zu dem die magische Schwelle von 200 000 Smart-Fahrzeugen im Jahr insgesamt überschritten werde, wollte Renschler sich nicht festlegen. "Wir werden in absehbarer Zeit die 200 000 schaffen", sagte er nur. Hubbert hatte für 2010 kürzlich einen Smart-Absatz von 300 000 Einheiten veranschlagt.

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