Gelb-Rot für Woronin
Leverkusen verliert in Kiew 4:2

Nur zwei Wochen nach dem großen Sieg gegen Real Madrid hat Bayer Leverkusen am Dienstagabend ihr Champions-League-Spiel bei Dynamo Kiew mit 2:4 und verloren.

HB KIEW.Obwohl der eingewechselte Andrej Woronin (59. Minute) und Rückkehrer Jens Nowotny (68.) den 0:1-Rückstand durch Diogo Rincon (30.) umdrehten, gab Leverkusen vor 82 893 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Stadion nach verheerenden Abwehrfehlern den möglichen zweiten Sieg aus der Hand. Erneut Rincon (69.) und Florin Cernat (72., 90.+2) schossen die Ukrainer an die Tabellenspitze der Gruppe B. Kiew hatte zuvor die abgebrochene Partie beim AS Rom am Grünen Tisch gewonnen. Zu allem Überfluss sah Woronin bei seinem Champions-League-Debüt noch die Gelb-Rote Karte (82.).

Augenthaler hatte seine Mannschaft nach der 0:3-Niederlage in Stuttgart auf zwei Positionen verändert. Doch Kapitän Nowotny, der sich nach einer Kniespülung fit zurückgemeldet hatte, konnte der instabilen Abwehr keinen Halt geben. Auch Paul Freier, der im Mittelfeld an Stelle von Marko Babic spielte, enttäuschte.

Leverkusen, das seit der Fußball-Gala gegen Real Madrid (3:0) nicht mehr gewonnen hat, wirkte anfangs ebenso verunsichert wie Kiew nach dem Abbruch der Skandal-Partie vor zwei Wochen beim AS Rom. Die Phase des Abtastens dauerte bis zur 17. Minute, erst dann gab der Brasilianer Diogo Rincon einen Schuss in Richtung Bayer-Tor ab.

Verheißungsvoller war da schon die nächste Möglichkeit der Ukrainer. Klebers Kopfball-Verlängerung verpasste der am Pfosten lauernde Maris Verpakovskis (20.). Auch bei Rincons Führungstor lauerte der wieselflinke Lette einschussbereit vor dem Tor, doch der Brasilianer benötigte nach feiner Einzelleistung und seinem Schuss an den Innenpfosten keine Hilfe mehr (30.). Der ausgetanzte Freier sah bei dem Gegentor ganz schlecht aus. Obwohl Robson Ponte fünf Minuten später einen 25-m-Freistoß an die Querlatte des Dynamo-Tors setzte, konnte Leverkusen von Glück reden, dass es zur Pause nur 0:1 stand.

Als Diego Placente im Strafraum Verpakovskis foulte (43.), drückte der dänische Schiedsrichter Kim Milton Nielsen beide Augen zu. Eine Minute später hätte der aus dem starken Offensiv-Trio herausragende Rincon das zweite Tor machen müssen, bekam freistehend den Ball aber nicht unter Kontrolle.

In der zweiten Halbzeit zog Augenthaler seinen Joker aus dem Ärmel. Der in Odessa geborene Ukrainer Woronin war für Franca gekommen (54.) und gerade fünf Minuten auf dem Platz, als es im Dynamo-Tor einschlug. Wenig später nährte Nowotny mit seinem zweiten Champions-League-Tor die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg (68.), doch Bayers Abwehr war offen wie ein Scheunentor und ermöglichte den Gastgebern neben drei Postenschüssen drei weitere Treffer. Für Leverkusen war es die erste Champions-League-Niederlage gegen Kiew nach den zwei Begegnungen aus der Saison 1999/2000 (4:2, 1:1). Kiew blieb unter Trainer Joszef Szabo im achten Spiel ungeschlagen.

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