Gelber Logistikriese wird Geschäftsziel 2002 erreichen
Post kommt bei DHL besser voran als geplant

Die Deutsche Post AG wird ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2002 erreichen. Die konjunkturelle Talfahrt hat den Logistikkonzern damit nicht weiter belastet. Dies jedenfalls hat Vorstandschef Klaus Zumwinkel jetzt noch vor der offiziellen Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal bekräftigt.

agr DÜSSELDORF. "Nach allen uns vorliegenden Informationen bleibt es bei den bisherigen Vorhersagen für den Geschäftsverlauf des laufenden Jahres", erklärte Klaus Zumwinkel am Dienstag am Rande der Post-Expo.

Für eine positive Überraschung im dritten Quartal habe die Postbank gesorgt, sagte Zumwinkel. Vor dem Hintergrund der Börsenbaisse seien bei der Postbank die Spareinlagen stark gestiegen. Negative Überraschungen habe es im Konzern im dritten Quartal nicht gegeben. Die Deutsche Post will die Zahlen zum Verlauf des dritten Quartals am 31. Oktober in Frankfurt auf einer Pressekonferenz detailliert erläutern.

Der gelbe Logistikriese hat bislang eine Steigerung des Konzernumsatzes von 33, 4 Mrd. Euro auf knapp 40 Mrd. Euro in 2002 in Aussicht gestellt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibungen (Ebita) soll hingegen um 10 bis 15 % unter dem Vorjahreswert liegen.

Das gesteckte Ziel, 2002 bei der Luft-Express-Tochter DHL beim operativen Gewinn (Ebita) die Gewinnschwelle zu erreichen, werde dabei aber übertroffen. "Da werden wir gut darüber liegen", sagte der Bonner Konzernchef.

Zusammen mit den Quartalszahlen will Zumwinkel Ende Oktober Details zum Effizienzprogramm "Star" nennen, das in den kommenden Jahren zu Ergebnisverbesserungen beitragen soll. Auch zur Europastrategie in der Briefsparte, die den Löwenanteil zum Gewinn der Deutschen Post beisteuert, will sich Zumwinkel auf der Herbstpressekonferenz äußern.

Zumwinkel bestätigte, dass Gespräche zur weiteren Erschließung des europäischen Briefmarktes stattfinden, darunter auch mit der dänischen Post. "Wir haben mit einem halben Dutzend Postgesellschaften solche Gespräche geführt", sagte er. Da dies jedoch eine politische Frage sei, beanspruche die weitere Erschließung noch Zeit. Um auf anderen Briefmärkten Fuß zu fassen, seien grundsätzlich mehrere Wege möglich: eine Verflechtung von Unternehmen, die Gründung einer eigenen Gesellschaft oder Akquisitionen und die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen.

Zu den Spekulationen, dass der Post-Chef an die Spitze der Telekom wechseln wolle, sagt Zumwinkel nicht mehr als am Vortag. Er bekräftigte erneut, dass er in den nächsten Jahren Vorstandschef der Deutschen Post bleiben wolle. Der 58-jährige Zumwinkel schließt eine Verlängerung seiner Amtszeit in Bonn über das Jahr 2004 hinaus nicht aus.

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