Gelbsucht- und Ruhrerreger
Trittin sieht keine akute Seuchengefahr

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sieht in den Überschwemmungsgebieten derzeit keine akute Seuchengefahr. Außergewöhnliche Maßnahmen müssten nach dem Kontakt mit Hochwasser oder mit den zurückgebliebenen Schlämmen nicht ergriffen werden, machte Trittin am Dienstag im ZDF deutlich.

Reuters BERLIN. Außergewöhnliche Maßnahmen müssten nach dem Kontakt mit Hochwasser oder mit den zurückgebliebenen Schlämmen nicht ergriffen werden, machte Trittin am Dienstag im ZDF deutlich. "Es reichen .... die normalen Regeln der Hygiene, sich also anschließend die Hände zu waschen und solche Dinge zu tun." Wichtig sei, dass der Schlamm schnell aus den Wohnungen geschafft werde. Mit den Ländern sei vereinbart worden, dass er auf Hausmülldeponien entsorgt werde. Damit solle verhindert werden, dass die Schlammmassen illegal in der Landschaft abgeladen werden. Trittin betonte, Kadaver ertrunkener Tiere müssten wegen der von ihnen ausgehenden Seuchengefahr umgehend beseitigt werden. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, in den Hochwassergebieten bestehe Seuchengefahr. Umweltstaatssekretär Rainer Baake habe in einer vertraulichen Sitzung vor Gefahren durch Gelbsucht- und Ruhrerreger gewarnt.

Trittin sagte zum Trinkwasser: "Die Messwerte, die wir zur Zeit haben, geben noch nicht zur Besorgnis Anlass." Das liege unter anderem daran, dass aufgrund des vielen Wassers alles extrem verdünnt sei. Dies werde ständig überwacht. Er kündigte an, am Dienstag nach Tschechien zu reisen. Er wolle sich über sich über die Lage in einem Chemiewerk in Nähe von Prag informieren. Dort bestehe die Gefahr, dass Dioxine und andere giftige Chemikalien in die Elbe gelangt seien. Nach bisherigen Messergebnissen auf sei deutscher Seite im Fluss noch nichts nachgewiesen worden. "Das kann aber auch daran liegen, dass die Transportwege lang sind."

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