Geld geht auf Sperrkonto
Mallorca-Hoteliers verweigern Ökosteuer

Aus Protest gegen die umstrittene "Ökosteuer" für Touristen auf Mallorca und den übrigen Balearen verweigern die Hoteliers auf den Inseln die Abführung der Abgabe an das Finanzamt. Zu Beginn der dafür vorgesehenen Frist erklärte der Hotelverband am Montag in Palma, die Einnahmen aus der Steuer würden auf Sperrkonten eingezahlt und erst an den Fiskus überwiesen, wenn das spanische Verfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit entschieden habe.

HB PALMA DE MALLORCA. Bis dahin werde das Finanzamt lediglich einen Nachweis über die bei den Banken eingezahlten Beträge erhalten.

Seit dem 1. Mai müssen Urlauber auf den Balearen im Durchschnitt einen Euro pro Person und Nacht bezahlen. Die Abgabe wird von den Hoteliers kassiert. Nach Angaben der Regionalregierung hat es bislang kaum Beschwerden gegen die "ecotasa" (Ökosteuer) gegeben. Auch der Hotelverband räumte inzwischen zwar ein, dass die Touristenflaute nur marginal auf die Abgabe zurückzuführen sei. Ein Sprecher bekräftigte am Montag aber, die Steuer sei ungerecht, weil sie nur Urlauber treffe, die in Hotels übernachteten.

Erst kürzlich hatte die EU-Kommission die "Ökosteuer" für rechtmäßig erklärt. Sie verstoße nicht gegen die Regeln des gemeinsamen Marktes, diskriminiere die Urlauber nicht und stelle auch keine Doppelbesteuerung dar. In den kommenden drei Jahren sollen dank der Abgabe rund 130 Mill. ? in die Kassen der Urlaubsinseln fließen. Das Geld wird vor allem für Natur- und Denkmalschutzprojekte verwendet werden.

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