Geld sparen und Ärger vermeiden
Last Minute ans Traumziel

Der Sommer ist da, Koffer packen und ab in die Sonne: Last Minute heißt das Zauberwort. Nur: Sind die Schnäppchen in letzter Minute wirklich günstiger? Und halten die unzähligen Offerten, was die Reiseveranstalter versprechen? DMEuro.com hat Last-Minute-Reisen kritisch unter die Lupe genommen.

DÜSSELDORF. Last-Minute-Angebote locken mit satten Preisnachlässen, die in der Regel zwischen zehn und 30 Prozent liegen. Auch wenn Last Minute mittlerweile zu einem Synonym für preiswerten Urlaub geworden ist, so gibt es keinen Rechtsgrundsatz, der festlegt, was ein Last-Minute-Angebot ist. Die häufig zitierte Zwei- oder Drei-Wochen-Frist wurde schon 1999 in einem höchstrichterlichen Urteil des Bundesgerichtshof gekippt. So gilt vor allem bei Fernreisen, dass die Zeitspanne zwischen erstmaliger Werbung und dem Reisebeginn je nach Art, Dauer und Ziel durchaus länger sein kann.

2002 - das Jahr für Schnäppchenjäger?

Vorbei die goldenen Zeiten für die Reiseveranstalter. Buchte früher noch ein beachtlicher Prozentsatz der Kunden im Durchschnitt vier Monate im Voraus den Urlaub, um in den Genuss von Frühbucher-Rabatten zu kommen oder um sich das gewünschte Urlaubsdomizil zu sichern, üben sie sich in diesem Jahr in Konsumzurückhaltung. 2002 sollte also das Jahr für Schnäppchenjäger sein.

Weit gefehlt, sagen die großen Reiseveranstalter. Die Branche habe schnell reagiert und unmittelbar nach dem 11. September bereits ihre Kapazitäten abgebaut. So seien 2002 beispielsweise eher wenig Last-Minute-Angebote für das Reiseziel Türkei zu haben. Dabei ist die Türkei in diesem Jahr wegen des günstigen Wechselkurses ein ideales Ziel.

Aber das ist nicht die ganze Wahrheit: Auch Kapazitätsverringerungen sind nur bis zu einer gewissen Größenordnung möglich. Denn die Veranstalter wollen keine Marktanteile verlieren und zum Teil unterhalten sie - im Zuge der Konzentration - eigene Hotels oder Fluglinien und wollen den Verlust möglichst gering halten, deswegen werden sie einen Teil ihrer Angebote auch zum Sommer noch mit Preisnachlässen anbieten (müssen).

Die Anbieter

Viele etablierte Großveranstalter wollen ihre Stammkunden nicht verprellen, denen sie Frühbucher-Rabatte oder Preisnachlass bei wiederholter Buchung gewähren. Der Stammkunde würde sich bestraft fühlen, wenn neben ihm im Liegestuhl der Last-Minute-Kunde läge, der dieselbe Reise 20 Prozent billiger gebucht hätte. Aus diesem Grund haben viele Veranstalter von Club-Urlauben, aber auch von Studienreisen kein Last Minute im Angebot.

Die anderen behelfen sich, indem sie ihre Last-Minute-Reisen nicht unter eigenem Namen verkaufen. So verkauft die TUI ihre Last-Minute-Reisen über LTUR, und Neckermann über Bucher.

Wichtiger: Das Gros der Last-Minute-Anbieter ist nicht der Reiseveranstalter, sondern der Reisevermittler. In der Regel kaufen die Vermittler Flugplätze und Hotelbetten und schnüren diese zu neuen Paketen zusammen, die dann mit dem Label "Last Minute" versehen wieder auf den Markt kommen. Mögliche Gewährleistungsansprüche kann der Urlauber nur dem Veranstalter gegenüber geltend machen. Dessen Namen erfährt der Kunde aber häufig erst, wenn ihm der Sicherungsschein ausgehändigt wird.

Worauf Sie achten sollten, wie Sie Geld sparen und Ärger vermeiden können, erfahren Sie im umfangreichen Last-Minute-Special bei DMEuro.com

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