Geld verdienen mit Unternehmen, die von der Börse verschwinden
Squeeze-out als Anlagestrategie

Großaktionäre wollen Unternehmen von der Börse nehmen - Kleinaktionäre lassen sich für die Abgabe ihrer verbliebenen Restanteile belohnen. Dieses Prinzip liegt der Kursphantasie bei so genannten Squeeze-Out-Verfahren zugrunde. Und auch Privatanleger können davon über ein Strategie-Zertifikat profitieren, das eben solche Werte bündelt und auf Kurssteige-rungen im Zusammenhang mit den Squeeze-Outs setzt.

Seit 2002 können Anteilseigner ab einem Besitz von 95 Prozent den verbliebenen Minderheitsaktionären ein Abfindungsangebot machen, um eine Aktiengesellschaft vollständig zu übernehmen und damit von der Börse zu nehmen und den Publizitätsaufwand zu sparen. Als nächstes ist dieses Szenario bei Hoechst am wahrscheinlichsten, wo der Squeeze-Out auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. Dezember beschlossen werden soll. Anfang Dezember notierte die Aktie nur 30 Cent über dem freiwilligen Übernahmeangebot von 56,50 Euro. Die Hoffnung auf eine Nach-besserung im Spruchstellenverfahren könnte den Kurs aber im Vorfeld der Hauptversammlung durchaus noch weiter treiben.

Zwar wurden seit der Einführung der Squeeze-Out-Regelung im Zusammenhang mit dem Wertpapiererwerbs- und-übernahmegesetz (WpÜG) vor zwei Jahren bereits über 250 Squeeze-Out-Verfahren umgesetzt. Aber immer noch verbleiben zahlreiche Kandidaten, die vom Kurszettel verschwinden und das Zertifikat bist zum Laufzeitende 2009 noch wertvoller machen könnten. Aus allen börsennotierten deutschen Aktiengesellschaften wählt Sal. Oppenheim - unter Überwachung der Unternehmensnachrichten - die Kandidaten aus, von denen das höchste Kurspotenzial im Hinblick auf Squeeze-Outs zu erwarten ist.

Das Oppenheim Squeeze-out Basket Zertifikat hat seit der Emission am 27. April 2004 über Werte wie Hoechst, Celanese und SAP SI eine Wertsteigerung von rund zehn Prozent erzielt. Neben dem Potential zur Wertsteigerung schätzen Anleger auch die Sicherheit der Squeeze-Out-Strategie: So-bald die Konditionen für ein freiwilliges Übernahmeangebot vorliegen, ist das Risiko nach unten durch diesen Wert absolut begrenzt.

Verschieben sich die Wahrscheinlichkeiten oder die erwarteten Kurssteigerungen, wird der Basket entsprechend angepaßt. Außerdem ändert sich die Zusammensetzung des Baskets bei der Neuanlage von Barabfindungen und sonstigen Zahlungen im Zusammenhang mit einem Squeeze-Out. Indem Sal. Oppenheim den Strategiekorb bis zum Ende der Laufzeit im März 2009 fortwährend anpasst, ist das Zertifikat auch nach der schon realisierten Wertsteigerung weiterhin für neue Investoren interessant.

Siegfried Piel, Managing Director, leitet den Bereich Derivate und Handel bei Sal. Oppenheim in Frankfurt am Main.

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