Geld wird für Pay-TV-Geschäft benötigt
Kirch verkauft BSkyB-Anteile an Banken

Beim aktuellen Börsenkurs wäre der Anteil 1 Mrd. DM wert. Den Mittelzufluss kann Premiere World gut gebrauchen, denn die Abonnentenzahl ist bislang hinter den Erwartungen zurück geblieben.

ap/HB MÜNCHEN. Die Kirch Pay-TV verkauft ihren Anteil an Rupert Murdochs britischem Abofernsehen BSkyB. Das Aktienpaket in Höhe von 3,1 % werde von den zwei Banken Credit Suisse First Boston und Goldmann Sachs übernommen, teilte Kirch Pay-TV am Donnerstag in München mit. Nach aktuellem Börsenkurs sind die Aktien annähernd eine Mrd. DM (rund 500 Mill. Euro) wert. Der Erlös sei vor allem für den Ausbau des Abosenders Premiere World bestimmt, teilte Kirch Pay-TV mit, ohne den Verkaufspreis zu nennen.

Nach Milliardenverlusten bei Premiere hatte Kirch im vergangenen Dezember 24 % der Anteile an Murdochs BSkyB für 1,9 Mrd. DM in bar sowie eine 4,3-Prozent-Beteiligung an BSkyB verkauft. 1,2 % an BSkyB hatte KirchPayTV kürzlich an der Börse wieder verkauft. An der Beteiligung von BSkyB an Kirch Pay-TV ändert sich nichts, wie ein Sprecher in München sagte.

Premiere World mit Startproblemen

Der Abosender Premiere World ist bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben. Im Mai musste das Unternehmen einräumen, trotz gewaltiger Anlaufkosten erst 2,13 Millionen Kunden gewonnen zu haben. Bis zum Jahresende will der Sender knapp drei Millionen Kunden haben, die vor allem durch den Erwerb von Exklusiv-Sportrechten zu einem Abonnement bewegt werden sollen. Für die Rechte an vier Jahren Bundesliga hatte Premiere den größten Teil der Kosten in Höhe von 3 Milliarden DM übernommen.

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