Geldanlage & Börse
Stichwort: Wertpapierkennnummer

ap FRANKFURT/MAIN. Wertpapiere in Deutschland haben einen sechsstelligen Code, die so genannte Wertpapierkennnummer (WKN). Damit werden Aktien- und Rentenwerte unterschieden.

Die Entstehungsgeschichte der WKN erläutert die Stiftung Warentest: "Anfang der fünfziger Jahre hatte das Volumen im deutschen Wertpapierhandel so zugenommen, dass eine Systematik her musste, um Wertpapiere eindeutig zu kennzeichnen." Deshalb wurde ein System entwickelt, das jedes Papier durch eine bestimmte Nummer identifizierbar machte.

Bei Aktien konnten die Anwender an der letzten Ziffer erkennen, um welche Art von Papier es sich handelte: So bedeutete damals 0 Stammaktie, 1 junge Aktie, zwei jüngste Aktie und so weiter. Seit 1996 wurde die Feingliederung aufgehoben. Heute werden neue WKN weitgehend willkürlich vergeben.

Grund für das zunehmende Wirrwarr ist den Verbraucherschützern zufolge: "Zu viele Zahlen waren für ganz bestimmte Papiere reserviert - und damit blockiert. Eine Grobstruktur gelte aber nach wie vor:

Festverzinsliche Wertpapiere: zwischen 100 000 und 416 500 und zwischen 450 000 und 489 000

Aktien: zwischen 500 000 und 957 799 und zwischen 965 000 und 989 999.

Das Hauptproblem am WKN-System sei, dass tote Papiere wie abgelaufene Optionsscheine oder ausgezahlte Festverzinsliche, die nicht mehr gehandelt werden, ihre Nummer behalten. "Rund 280 000 solcher verbrauchter WKN blockieren das System." Aktiv seien derzeit etwa 170 000 Codes.

Da zusätzlich rund 170 000 Ziffern Bankinterna vorbehalten seien, gebe es nur noch über 380 000 freie Nummern. "Das dürfte nur noch wenige Jahre reichen, weil durch die Globalisierung der Märkte immer mehr Wertpapiere auf den Markt kommen."

Ersetzt beziehungsweise ergänzt werde die WKN deshalb allmählich durch eine auch im internationalen Handel geeignete Nummer: Die International Securities Identification Nummer (ISIN). Die zwölfstellige ISIN wird häufig bereits parallel zur WKN genannt. Die genaue Nummer eines Papiers können Kunden bei jeder Bank erfragen oder im Internet über Suchsysteme finden.

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