Geldstrafe beträgt rund 81000 DM
Mitsubishi muss Geldstrafe wegen vertuschter Mängel zahlen

ap TOKIO. Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors ist wegen vertuschter Mängel an seinen Fahrzeugen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Nach einer Entscheidung des Bezirksgerichts in Tokio vom Montag muss der DaimlerChrylser-Partner 4 Mill. Yen (rund 81 000 DM) zahlen. Damit ist zum zweiten Mal ein japanischer Autobauer verurteilt worden, weil er Mängel an Fahrzeugen nicht bekannt machte.

Die zuständige Regierungsbehörde hatte Mitsubishi vorgeworfen, jahrelang Kundenbeschwerden vertuscht zu haben, und Klage erhoben. Der Autobauer hatte Ende August eingeräumt, dass Arbeiter und Führungskräfte seit 1977 wissentlich und systematisch Kundenbeschwerden über Fahrzeugmängel geheim gehalten hätten. Seit Juli musste Mitsubishi 620 000 Fahrzeuge unter anderem wegen defekter Bremsen, leckender Benzinleitungen oder Kupplungsproblemen zurückrufen.

DaimlerChrysler hat Zügel deutlich angezogen

Mitsubishi Motors entschuldigte sich am Montag bei seinen Kunden. Anfang September hatte Mitsubishi-Präsident Katsuhiko Kawasoe die Konsequenz aus dem Skandal gezogen und sein Amt zum 1. November niedergelegt. Zugleich hatte der Autokonzern DaimlerChrysler, der 34 % an Mitsubishi hält, die Zügel bei seinem Partner deutlich angezogen. Rolf Eckrodt wurde als Vorstandsmitglied und so genannter Chief Operating Officer (COO) nach Japan entsandt.

1997 war bereits Fuji Heavy Industries zu einer Strafe von 1,4 Mill. Yen verurteilt worden. Der Hersteller von Subaru hatte ebenfalls Mängel an Fahrzeugen nicht gemeldet.



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