Gelungenes Trainerdebüt
Schalke 04 wieder im Ligapokal-Finale

Die Tore im Halbfinale von Meppen erzielten die Polen Tomasz Waldoch (20.), der in 36. Minute wegen einer Unterschenkelverletzung ausgewechselt werden musste, und Tomasz Hajto in der 76. Minute per Elfmeter.

HB MEPPEN. Ligapokal-Finale zum Trainer-Einstand: Schalkes Frank Neubarth schaffte dieses Kunststück am Montag bei der Neuauflage des letzten DFB-Pokal-Endspiels bereits an seinem 29. Arbeitstag beim Pokalsieger mit dem 2:0 (1:0) gegen den deutschen Vize-Meister Bayer 04 Leverkusen und beschenkte sich an seinem 40. Geburtstag selbst. Gegner im Endspiel - dem Turniersieger winken 1,270 Millionen Euro, dem Zweitplatzierten auch noch 890 000 Euro - ist am Donnerstag in Bochum entweder Titelverteidiger Hertha BSC oder der deutsche Meister Borussia Dortmund, die sich am (morgigen) Dienstag in Jena (20.30 Uhr) gegenüberstehen. Im Vorjahr hatte Schalke das Endspiel gegen die Berliner mit 1:4 verloren.

Bei hochsommerlichen Temperaturen um 30 Grad sahen die 13 500 Zuschauer im Emslandstadion wenig fußballerische Delikatessen, sondern eher ein müdes Gekicke mit wenig Tempo und wenig Chancen. Während Schalke 04 seine derzeit beste Mannschaft und mit Frank Rost im Tor und dem dänischen Nationalspieler Christian Poulsen zwei Neue aufbot, verzichtete Bayer-Kollege Klaus Toppmöller gleich auf sechs Asse. Es fehlte nicht nur sein brasilianischer Weltmeister Lucio, sondern auch Yildiray Bastürk und die deutschen Vize-Weltmeister Jörg Butt, Carsten Ramelow, Bernd Schneider und Oliver Neuville. An ihrer Stelle testete der Trainer die Neulinge Frank Juric im Tor, Hanno Balitsch, Daniel Bierofka, den 6 Millionen Euro-Einkauf Jan Simak und den Brasilianer Juan, der als Nowotny-Ersatz beim 1:0 in der Liga- Pokalvorrunde gegen Werder Bremen gute Kritiken bekommen hatte.

In der zweiten Halbzeit agierten die Leverkusener, die gern Revanche für die 2:4-Niederlage im Berliner Pokal-Endspiel gegen die Schalker "Knappen" genommen hätten, etwas resoluter, aber ohne Druck beim Abschluss. Die einzige Chance hatte Bierofka in der 60. Minute, aber Rost war auf dem Posten. Auch Ersatzkapitän Zoltan Sebescen, der Bayer mit dem 1:0 gegen Bremen ins Ligapokal-Halbfinale gebracht hatte, und Argentiniens "Internationaler" Diego Placente konnten das Blatt nicht wenden. So musste sich der Dauer-"Vize" aus Leverkusen mit der Verliererprämie von 511 000 Euro trösten. In der fairen Partie gab es nur fünf Gelbe Karten: Für Andreas Möller, Tomasz Hajto und van Hoogdalem von Schalke 04, das in Rost und Poulsen seine auffälligsten Spieler hatte, sowie Sebescen und Kleine auf der Gegenseite. Hier bekamen Bierofka und erneut Juna gute Noten.

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