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Gemeinsam gegen Gates

Das Ansinnen des Deutschen Bundestages, die Rechner des Parlaments mit Software auszustatten, die ausdrücklich nicht von Microsoft kommt, hatte Ende letzten Jahres beim weltgrößten Softwarehaus für helle Aufregung gesorgt.

Das Ergebnis war ein Kompromiss, bei dem auch Microsoft Federn lassen musste. Dieser Deal macht einigen Großkunden offenbar Mut, nach gleichem Strickmuster ebenfalls bessere Konditionen zu ergattern. Microsoft fürchtet weitere Präzedenzfälle.

Nun will die Münchener Stadtverwaltung in einer Studie herausfinden, ob es sich lohnt, rund 10 000 PC auf das Betriebssystem Linux umzurüsten. Konkret geht es zwar "nur" um etwa 4,5 Mill. Euro, die die Münchener nach dem neuen Microsoft-Preismodell mehr bezahlen müssten. Doch für Microsoft steht mehr als ein Großauftrag in Bayerns Metropole auf dem Spiel. Denn auch andere Kommunen wollen sich den Münchenern anschließen. Microsoft wird erneut Zugeständnisse machen (müssen). Daher ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch Unternehmen zu Kundencliquen zusammentun, um ebenfalls Großkundenrabatte auszuhandeln.

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