Gemeinsame Holding
Guido Barilla: "Wir essen Kamps nicht auf“

Die Übernahme der deutschen Großbäckerei Kamps ist für den italienischen Nudelkonzern Barilla kein Schritt auf dem Weg zum Mischkonzern. "Wir bleiben bei den Lebensmitteln. Unser Metier ist das Korn, das Mehl und der Hartweizengrieß, und wir wissen, wie man damit umgeht", sagte Unternehmenschef Guido Barilla dem "Han-delsblatt" (Montagausgabe).

Allerdings werde mit der Übernahme von Kamps die Konzernsparte Backwaren wichtiger als die Sparte Nudeln. Kamps werde als eigenständiges Unternehmen und eigene Marke erhalten bleiben, betonte Barilla: "Wir werden Kamps nicht aufessen. Zwischen Kamps und Barilla wird es keine Fusion geben. Es bleiben zwei getrennte Gesellschaften, die eine gemeinsame Holding bilden. Auch der Name bleibt."

Er verbinde mit der Übernahme des deutschen Großbäckers keine kurzfristigen Gewinn-Erwartungen: "Man muss den Mut haben, ohne Druck mittel- und langfristige Investitionen zu machen", erklärte Barilla. Die derzeitige Krise an den Märkten und die Dollar-Schwäche lässt den 44-Jährigen kalt: "Unser Metier wird vom Geldwert nicht so sehr beeinflusst. Wir sind gebunden an tägliche Einkäufe, an den Einzelhandel und die Supermarkt-Ketten. Unsere Produkte kosten alle nur ein paar Euro."

Weitere Zukäufe sind laut Barilla derzeit nicht geplant: "Die Übernahme von Kamps ist für uns eine große Sache, die viel Energie erfordern wird und einen hohen finanziellen Einsatz. Für neue Akquisitionen ist da kein Platz." Auch eine Billig-Marke von Barilla werde es nie geben. "Dafür haben wir gar keine Produktionskapazitäten. Wir schätzen die Arbeit von Aldi, das deutsche Modell ist einzigartig auf der Welt, aber jeder geht seinen eigenen Weg", sagte der Barilla-Chef.

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