Gemeinsames Betriebsleitsystem geplant
Bald kilometerlange Güterzüge in Europa

Scheinbar endlos lange Güterzüge wie in den USA und Australien wird es bald auch in Europa geben. Schon ab Jahresende sollen zwischen Deutschland und Frankreich bis zu 2,2 Kilometer lange Güterzüge pendeln können.

ddp.vwd KÖLN. Möglich macht dies ein neues computergestütztes Brems- und Informationssystem, das der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, auf einem internationalen Bahntechnik-Kongress am Montag in Köln vorstellte. Vier Tage lang wollen Experten hier über die Zukunft der Bahn beraten.

Das neue Brems- und Informationssystem soll laut Mehdorn bei den extra langen und damit wirtschaftlicheren Güterzügen, die aus mehreren kleinen Zugeinheiten zusammengesetzt werden, zugleich die Transportzeiten erheblich verkürzen. Es reagiere schneller als die bisherigen druckluftgesteuerten Bremsen, weshalb die Güterzüge trotz ihrer Länge ohne Gefahr zügiger verkehren könnten. Mit solchen Lösungen will die Bahn nach Konzernangaben dem wachsenden Gütertransport auf der Straße Paroli bieten und den bestehenden "erheblichen technologischen Nachholbedarf des Systems Bahn" meistern.

Im europäischen Güterverkehr punkten will die Bahn auch mit dem geplanten Betriebsleitsystem "European Rail Traffic System", wie Mehdorn weiter ausführte. Es soll in einigen Jahren Hochgeschwindigkeits- und Güterzüge europaweit ohne zeitaufwändige Grenzaufenthalte quer durch alle nationalen Signal- und Überwachungssysteme fahren lassen. Solche technischen Neuerungen könnten der Schiene auch weltweit eine ökonomische und ökologische Renaissance bringen, hieß es.

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