Gemeinsames Interesse
USA: Keine gemeinsame Militäraktion mit Russland

Im Kampf gegen den Terrorismus planen die USA keine gemeinsame Militäraktion mit Russland, schließen dies für die Zukunft aber nicht aus.

Reuters WASHINGTON. Seit den Anschlägen in den USA vom 11. September sei die Zusammenarbeit mit Russland bei der Terrorbekämpfung zwar wichtiger denn je, aber gemeinsame militärische Operationen gingen derzeit noch zu weit, sagte der stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz am Donnerstag in Washington nach der Rückkehr vom Treffen der Nato-Verteidigungsminister am Vortag. Diese Option sei aber nicht für immer versperrt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den USA am Montag Unterstützung beim Kampf gegen den Terrorismus zugesagt.

Gespräche haben Russlands Kooperationsbereitschaft gezeigt

Gespräche mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Rande des Nato-Treffens in Brüssel hätten gezeigt, dass Russland bereit sei, den USA jede Form der Hilfe, Kooperation und Information zukommen zu lassen, sagte Wolfowitz weiter. Die Chancen für eine Zusammenarbeit seien gut, da beide Staaten ein gemeinsames Interesse an der Bekämpfung des Terrorismus hätten.

"Ich denke, sie (die russische Regierung) sieht eine reale Möglichkeit, mit uns bei einer Angelegenheit zu kooperieren, die auch eine Gefahr für sie darstellt", fügte er hinzu. Wie die USA vermute auch Russland in Afghanistan zahlreiche Terroristen. Die US-Regierung betrachtet den moslemischen Extremisten Osama bin Laden als Hauptverdächtigten für die Anschläge vom 11. September. Er soll sich in Afghanistan aufhalten.

Russland betrachtet Tschetschenien-Rebellen als Terroristen

Iwanow betonte nach dem Nato-Treffen in Brüssel jedoch, der Austausch von Geheimdienstinformationen dürfe nicht zur Einbahnstraße werden. "Die Regierung in Moskau wird künftig die amerikanische Seite weiter um Informationen zu Angelegenheiten bitten, die uns interessieren", sagte er. Dabei beziehe er sich nicht nur auf Afghanistan, sondern auch auf andere Regionen wie beispielsweise Tschtschenien. Russland betrachtet die Rebellen, die in Tschetschenien für eine Abspaltung der Kaukasus-Republik von der Russischen Föderation kämpfen, als Terroristen.

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