Gemeinsames Training in Los Angeles
Klitschkos im Doppelpack

Die beiden Klitschko-Brüder wollen noch in diesem Jahr ihr durch ihre jüngsten Niederlagen ramponiertes Sieger-Image wieder aufpolieren. Auf dem Weg zur Verwirklichung ihres gemeinsamen Traums vom Weltmeister-Titel warten allerdings schwere Brocken.

HB NEW YORK. Die beiden Boxer haben wieder konkrete Ziele vor Augen. Entsprechend gut gelaunt präsentierten sich die ukrainischen Schwergewichtler aus dem Hamburger Universum-Boxstall mit ihrem Promotor Klaus-Peter Kohl am Dienstag in New York den dutzenden Medienvertretern. Vitali Klitschko wird am 6. Dezember gegen den farbigen Kanadier Kirk Johnson im Madison Square Garden den Hauptkampf bestreiten. Zwei Wochen später am 20. Dezember steigt dann Bruder Wladimir "höchstwahrscheinlich" in Deutschland in den Ring. Der entthronte Weltmeister der World Boxing Organization (WBO) geht davon aus, dass er gegen Lamon Brewster (USA) um den von Corrie Sanders (Südafrika) zurückgegebenen vakanten WM-Titel boxt. Ab nächster Woche bereiten sie sich gemeinsam in Los Angeles auf ihre Auftritte vor.

"Jetzt werden wir den nächsten Schritt zur Verwirklichung unseres Traumes vollziehen. Wir wollen und werden eines Tages gemeinsam Weltmeister sein", versicherte Vitali Klitschko den US-Journalisten, die ihn nach seiner "heldenhaften Vorstellung" am 21. Juni gegen WBC-Weltmeister Lennox Lewis in ihr Herz geschlossen haben. Wenn der 32-Jährige gegen Johnson gewinnen sollte, würde er als Weltranglisten-Erster des World Boxing Councils (WBC) erneut Pflichtherausforderer des Briten sein. Lewis muss bis zum 20. Juni nächsten Jahres seinen Titel verteidigen. Wenn nicht, würde Klitschko um den vakanten WBC-Gürtel kämpfen. Im ersten Duell gegen Lewis hatte er wegen Verletzung durch Abbruch nach der sechsten Runde den Kürzeren gezogen.

Es wird keineswegs eine leichte Aufgabe sein, Johnson bei dem als "Heavyweight Collision at the Mecca" promoteten Kampfabend zu bezwingen. "Er ist unheimlich schnell und robust, er gehört zu den besten Boxern der Welt", urteilte Klitschko (32 Siege/2 Niederlagen) über den 29 Jahre alten Rivalen, der von 36 Kämpfen (25 K.o.) nur einen durch Disqualifikation verloren hat. Ursprünglich sollte Johnson am 21. Juni gegen Lewis antreten. Doch wegen einer Schulterverletzung musste er zwei Wochen vorher passen, woraufhin Klitschko einsprang.

"Dass wir nach dieser Vorgeschichte jetzt aufeinander treffen, ist schon pikant. Wir sind die stärksten Schwergewichtler der Welt. Ich bin die Nummer eins, Klitschko die zwei", behauptete Johnson selbstbewusst. Ihn könne kein Lewis, kein Holyfield, kein Tyson besiegen und auch kein Klitschko, obwohl der WBC-Weltranglisten- Neunte vor ihm "großen Respekt" habe. Über ein mögliches vorzeitiges Kampfende wollten weder Johnson noch Klitschko eine Prognose abgeben. In einem waren sie sich aber einig: Im Madison Square Garden als Schwergewichtler in den Ring zu klettern, ist das Größte für einen Profi. "Ali und Frazier sind hier mit ihren Schlachten zu Legenden geworden. Das möchte ich auch", meinte Johnson.

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