Gemeinsames Vorgehen
Transportgewerbe fordert Gleichstellung im europäischen Wettbewerb

Die Bundesregierung will angesichts des hohen Dieselpreises den deutschen Spediteuren vorerst keine Beihilfen gewähren.

dpa BERLIN. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung hat die Gleichstellung des deutschen Transportgewerbes im europäischen Wettbewerb gefordert. Der Geschäftsführer des Verbandes, Karlheinz Schmidt, forderte am Mittwoch im DeutschlandRadio Berlin Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt (SPD) auf, seine europäischen Kollegen aufzufordern, den Subventionswettbewerb zu stoppen. In Deutschland müsse eine "entfernungsabhängige Schwerverkehrsabgabe" eingeführt werden. Gleichzeitig müsste die Regierung dem Transportgewerbe mit kurzfristigen Entlastungen helfen, verlangte er. Klimmt hatte am Dienstagabend Vertreter des Transportgewerbes in Berlin getroffen. Dabei machte er klar, dass die Bundesregierung den deutschen Spediteuren vorerst keine Beihilfen angesichts des hohen Dieselpreises gewähren will. Klimmt verlangte ein abgestimmtes Vorgehen der EU und kritisierte die individuellen Hilfen einzelner Mitgliedsländer - wie Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Die EU-Verkehrsminister wollten am Abend in Luxemburg angesichts der hohen Ölpreise über ein mögliches gemeinsames Vorgehen diskutieren. Schmidt kündigte an, die geplante Demonstration der Lkw-Fahrer in Berlin am 26. September werde in jedem Fall stattfinden. Die Bundesregierung habe den Transportunternehmen empfohlen, sie könnten Energiepreise sparen, wenn sie den Fuß vom Gas nähmen. "Wir werden keine Bummelfahrt machen, sondern einen Feldversuch, wo wir das mal vier Stunden ausprobieren und sehen, wie praktikabel die kurzfristigen Vorschläge der Bundesregierung sind, um uns das Überleben im Wettbewerb zu ermöglichen."

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