Gemeinschaftsportal mit Airlines noch immer in der Planungsphase
Lufthansa erwägt weiter niedrigere Provisionen für Onlinereisebüros

jgo DÜSSELDORF. Über die zukünftige Entlohnung für die Vermittler von Flugtickets hat die Lufthansa AG noch keine abschließende Einigung erzielt. Weiterhin im Gespräch sei eine Kürzung der Provisionen für Onlinereisebüros, sagt Pressesprecher Markus Rüdiger. Anders als bei der US-Fluggesellschaft Northwest Airlines werde es bei der Lufthansa aber auf keinen Fall zu einem kompletten Wegfall der Provisionen für die Internetanbieter kommen. Die Ankündigung der amerikanischen Fluggesellschaft hatte bei den börsennotierten Onlinereisebüros Travelocity und Expedia im März zu deutlichen Kurseinbrüchen geführt. Lufthansa hatte daraufhin am Rande der Tourismusmesse ITB in Berlin signalisiert, ebenfalls über einen vergleichbaren Schritt nachzudenken.

Das bisherige Provisionsmodell, das Reisebüros 5 Prozent des Ticketpreises sichert, wird Anfang kommenden Jahres in jedem Fall durch eine Stückvergütung umgestellt. Wie sich der Anteil für die Reisebüros errechnen soll, sei aber noch nicht geklärt, sagt Rüdiger. Im Gespräch sind Staffelsätze, die sich an Buchungsklasse, Zielort und Umsatz der Reisebüros orientieren könnten.

Sehr viele Unwägbarkeiten begleiten auch den Start des Reiseportals, das die Lufthansa gemeinsam mit 8 weiteren Fluggesellschaften initiieren will. Im Augut vergangenen Jahres hatten sich dazu Aer Lingus, Air France, Alitalia, Austrian Airlines, British Airways, Finnair, Iberia, KLM und Lufthansa auf ein Gemeinschaftsunternehmen verständigt, mit dem sie zusätzlich zum Direktvertrieb den Onlinereisebüros Konkurrenz machen wollen. Im Februar war der frühere Alitalia-Chef Giovanni Bisignani zum Vorstandsvorsitzenden berufen worden.

Große Neuigkeiten werde es bis auf die Bekanntgabe des Markennamens für das Projekt auch in den nächsten Wochen nicht geben, sagt Pressesprecherin Natasha Tobin. Erst im Herbst dieses Jahres, wahrscheinlich im Oktober, wird das Reiseportal nach ihren Worten den Betrieb aufnehmen. Zurzeit befinde man sich noch in Verhandlungen mit externen Partnern, die die Technik und Inhalte zuliefern sollen.

Das Portal, das nach mehrfachen Umzügen im Netz derzeit unter einer vorläufigen Einführungsadresse zu finden ist, wird Tobin zufolge ein Portal mit umfassendem Informationsangebot werden. In diese Richtung werde sich in der nächsten Zeit auch das Gemeinschaftsprojekt Orbitz der Fluggesellschaften United Airlines, Delta Air Lines, Continental Airlines, Northwest Airlines and American Airlines bewegen, glaubt die Pressesprecherin.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%