Gemeinschaftswährung notiert bei 1,077 Dollar
Euro gibt vor US-Arbeitsmarktdaten nach

Der Euro hat am Freitag im Vorfeld von Daten zur Arbeitsmarktentwicklung in den USA zum Dollar verloren. "Der US-Arbeitsmarkt-Bericht steht zunächst im Mittelpunkt, auch wenn wir - falls überhaupt - eine nur vorübergehende Marktreaktion erwarten. Die Aufmerksamkeit wird sich wohl wieder den Entwicklungen um Irak zuwenden", sagte Devisenexperte Hiroyuki Watanabe von der Shinsei Bank.US-Präsident George W. Bush hatte am Donnerstag mit Blick auf Irak den Ton noch einmal verschärft.

Reuters LONDON. Ein Euro kostete am Freitag gegen 10.40 Uhr MEZ 1,0777/80 Dollar. In New York war die Gemeinschaftswährung zum Handelsschluss mit 1,0831/35 Dollar gehandelt worden.

Die Zahlen für den US-Arbeitsmarkt werden gegen 14.30 Uhr MEZ veröffentlicht. Dabei erwarten 22 von Reuters befragte Volkswirte im Schnitt eine gleich bleibende Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent. Die Analysten rechnen damit, dass in den USA im Januar 70 000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden nach einem Rückgang um 101 000 im Dezember. Die Analysten der Helaba Trust sehen jedoch ein "überwiegend negatives Überraschungspotenzial" der Beschäftigungsstatistik. "Unserer Auffassung nach ist ein leichter Stellenaufbau auch durchaus wahrscheinlich, die durchschnittliche Markterwartung könnte sich jedoch als zu optimistisch erweisen", hieß es in einem Marktkommentar der Bank. Insgesamt erwarten die Analysten eine temporäre Erholung des Dollar. "Mit einer Zunahme der Abwärtsdynamik in den nächsten Tagen muss gerechnet werden", schrieben sie mit Blick auf den Euro-Kurs.

US-Präsident Bush hatte am Donnerstag seine Rhetorik gegenüber Irak erneut verschärft. Die Täuschungsmanöver des irakischen Präsidenten Saddam Hussein würden nicht länger funktionieren, sagte Bush. "Das Spiel ist aus." Der US-Präsident sprach sich zugleich für eine zweite UNO-Resolution aus, die zur Anwendung militärischer Gewalt gegen Irak ermächtige. Die USA und Großbritannien behalten sich vor, Irak notfalls auch ohne Zustimmung des UNO-Sicherheitsrats anzugreifen.

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