Gemeinschaftswährung "prinzipiell eine gute Sache"
Blair: Euro-Entscheid der Dänen ohne Einfluss auf Großbritannien

Die Entscheidung der Dänen über den Beitritt zur Euro-Zone wird nach den Worten des britischen Premierministers Tony Blair keinen Einfluss auf die Euro-Pläne Großbritanniens haben.

Reuters BRIGHTON. Auf die Frage, ob ein "Nein" zum Euro beim dänischen Referendum eine Volksbefragung in Großbritannien verzögern würde, sagte Blair am Donnerstag in einem Rundfunkinterview der BBC: "Nein. Dänemark hat seine eigene Entscheidung und wir haben unsere eigene Entscheidung." Für die Dänen sei die Entscheidung anders als für die Briten, da die dänische Krone bereits an den Euro angebunden sei. Blair hatte in der Vergangenheit gesagt, es werde nach der nächsten Wahl ein Referendum geben, wenn ein Beitritt zur Euro-Zone wirtschaftlich sinnvoll erscheine.

"Prinzipiell, im Sinne von politischem Einfluss und langfristiger wirtschaftlicher Stärke, denke ich, ist es eine gute Sache, aber dafür müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfüllt sein.

Die dänische Bevölkerung wird am Donnerstag in einem Referendum über den Beitritt des Landes zur Europäischen Währungsunion (EWU) abstimmen. Nach der jüngsten Umfrage des Forschungsinstituts PLS liegen die Euro-Befürworter mit 50,5 % knapp vor den Euro-Gegnern mit 49,5 %. Nicht in der Befragung enthalten seien acht Prozent noch unentschiedener Wähler. Eine Umfrage des Instituts GfK zeigte unterdessen beide Parteien mit jeweils 47 % und fünf Prozent noch unentschieden.

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