Gemischt ausgefallene Unternehmens-Daten
Europas Börsen festigen sich

Die wichtigsten europäischen Börsen tendierten bis zum Mittag uneinheitlich. Am frühen Nachmittag setzt sich eine etwas festere Tendenz durch. Als Belastung erwiesen sich laut Händlern die Vorgaben der US-Märkte vom Vortag.

Reuters FRANKFURRT. Der DJ Stoxx-50-Index notierte 0,45 Prozent höher auf 3488 Zähler. Als Belastung erwiesen sich laut Händlern die Vorgaben der US-Märkte vom Vortag. Zudem mussten die Anleger die Bekanntgabe einer Reihe gemischt ausgefallener Unternehmenszahlen verdauen. Auch signalisiere die US-Futures eine schwächere Eröffnung der US-Börsen am Dienstag. Hinzu kamen Sorgen wegen möglicher Anschläge in den USA und der schwache Dollar. Als Stützen an den Märkten erwiesen sich insbesondere Telekom -, Medien- und Energiewerte. Grösste Gewinner im Telekomsektor waren Vodafone mit Aufschlägen von zeitweise rund vier Prozent. BT rückten rund zwei Prozent vor. Unter Druck standen dagegen Technologiewerte. Die Liste der Verlierer führten Ericsson mit minus 2,3 Prozent und Nokia an. Alcatel büssten rund ein Prozent ein.

London

Die Londoner Börse notierte fester. Der FTSE 100-Index stieg um rund 0,36 Prozent auf 5227 Punkte. Für Auftrieb sorgten die Titel des Indexschwergewichtes Vodafone. Händler verwiesen auf einen Zeitungsbericht, wonach das Unternehmen Abschreibungen auf einige europäische Akquisitionen beschliessen könnte. Gesucht waren auch British Telecom, die rund 1,5 Prozent zulegten. In der Gunst der Anleger standen die Aktien des Stromerzeugers International Power, die 2,6 Prozent zulegten. Zuvor hatte das Unternehmen einen über den Erwartungen ausgefallenen Gewinn im ersten Quartal ausgewiesen. Gefragt waren auch Compass, die von guten Halbjahreszahlen und einem zuversichtlichen Ausblick profitierten. Compass notierten 0,3 Prozent im Plus.

Zürich

Die Schweizer Aktien haben sich am Dienstag im Verlauf wenig verändert gezeigt. Händler sprachen von einem ruhigen Geschäft mit dünnen Umsätzen. Es fehle an Impulsen, die dem Markt eine Richtung weisen könnten. "Wir sind in einer Tradingrange gefangen, und für einen Ausbruch fehlen die Umsätze", sagte ein Händler. Der SMI notierte gegen 13.00 Uhr um 0,12 Prozent tiefer auf 6598,1 Punkten. Der SMI werde sich wohl noch einige Zeit zwischen 6400 oder 6500 bis 6700 Punkten hin- und her bewegen, hiess es. Der breite SPI ermässigte sich um 0,13 Prozent auf 4558,75 und der SWX New Market um 0,09 Prozent auf 530,0 Zähler.

Paris

An der Pariser Börse notierte der CAC-40-Index 0,3 Prozent fester bei 4414 Punkten. Händler sprachen von gegenläufigen Tendenzen. Unter Druck standen die Papiere des Index-Schwergewichts France Telecom, die bei anhaltenden Gewinnmitnahmen über ein Prozent nachgaben. Einbussen von über ein Prozent erlitten auch die Titel Raum- und Luftfahrtkonzerns EADS. Dagegen waren die Aktien von des Indexschwergewichtes Vivendi Universal gefragt. Vivendi Universal stiegen 3,5 Prozent nach einem Bericht, der Konzern könnte aufgeteilt werden. Gesucht waren auch L'Oreal, welche die Vortagesgewinne weiter ausbauten und über ein Prozent anzogen.

Amsterdam/ Brüssel

Die Benelux-Börsen tendierten uneinheitlich. Der AEX-Index notierte 0,4 Prozent tiefer bei 494 Punkten, während der Brüsseler Bel-20-Index über 0,1 Prozent auf 2819 Punkte zulegte. In Amsterdam hätten schwache Technologiewerte die Stimmung belastet. Philips-Aktien gaben 0,7 Prozent nach. Die Titel von ASLM verloren über 1,5 Prozent. In Brüssel standen die Titel des Metallherstellers Umicore im Fokus der Anleger. Der Wert gab drei Prozent nach.Zuvor hatte das Unternehmen einen operativen Gewinn für die erste Jahreshälfte 2002 auf dem Niveau der zweiten Halbjahr 2001 in Aussicht gestellt und die Investoren enttäuscht.

Mailand

Der Mib30-Index der Börse Mailand notierte 0,43 Prozent fester auf 31.153 Zähler. In der Gunst der Anleger standen die Titel des Gaskonzerns Snam Rete Gas, die 2,3 Prozent zulegten. Gesucht waren auch die Titel der zweitgrössten italienischen Bank Sanpaolo IMI rund zwei Prozent gewannen. Dagegen bauten die Titel des Versicherers Fondiaria die Vortagesverluste weiter aus und verloren 0,65 Prozent. Händler verwiesen auf Meldung vom Montag, wonach die Börsenaufsicht den Weg für einen Zusammenschluss mit dem Konkurrenten SAI geebnet hatte.

Madrid

Der Madrider Ibex-35-Index verlor 0,4 Prozent auf 7967 Punkte. Im Mittelpunkt standen die Titel des Indexschwergewichtes Telefonica, die 1,6 Prozent tiefer bewertet wurden. Am Vortag hatte Moody's das Rating zur Telefonica zurückgenommen.

Stockholm

Der DJ StoxxNordic-Index der skandinavischen Börsen schwächte sich um 0,5 Prozent auf 312 Zähler ab. Händler erklärten mangels frischer Nachrichten bleibe die Stimmung im Zuge der schwachen US-Vorgaben vom Vortag gedrückt. Für etwas Aufhellung sorgten die Papiere der Dankse Bank, die rund drei Prozent stiegen. Zuvor hatte die Bank ein Aktienrückkauf angekündigt. Unter Druck standen die Titel der beiden Telekomausrüster Nokia und Ericsson, die zweitweise zwischen einem und drei Prozent nachgaben.

Wien

Der Wiener Aktienmarkt notierte schwächer. Der ATX-Index notierte über ein Prozen tiefer bei 1317 Zählern. Auf dem Index lasteten insbesondere die Verluste der Schwergewichte Erste Bank und Verbund. Laut Händlern sei der Kursrückgang bei Erste Bank auf zwei Gründe zurückzuführen, erstens auf die Rückstufung durch UBS. Und zweitens auf die wenig inspiriernde Zahlen. Erste Bank brachen um über vier Prozent ein. Verbund verloren über zwei Prozent.

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