Gemischte Fonds mit flexibler Anlagestrategie
Schwellenbörsen als Hoffnungsträger der Fonds

Die Fondsmanager der gemischten Fonds mit flexibler Anlagestrategie haben unterschiedliche Ansichten zur Entwicklung der Aktienmärkte in den kommenden Monaten. PEH setzt auf Schwellenländer und eine hohe Barquote, Spängler auf Standardwerte und Staatsanleihen mit höchster Bonität.

HB/vwd FRANKFURT/M. Nach Ansicht von Carsten Osswald, Vorstand der Vermögensverwaltung PEH, haben die Aktienmärkte in den USA und Europa noch nicht die Talsohle durchschritten. Deshalb sieht er keinen Anlass, die Cash-Quote in Höhe von 24 % beim Pan Alpina - Alpina V A zu reduzieren. In den Schwellenländern habe er dagegen wegen der erfreulichen Wertentwicklung zuletzt Gewinne mitgenommen. In den zwölf Monaten per Ende April erreicht der von Osswald betreute flexibel anlegende Mischfonds einen Wertzuwachs von 7,20 %. Dies bringt das Produkt der genossenschaftlichen Luxemburger Fondsgesellschaft Pan Alpina unter 201 vergleichbaren Angeboten auf Platz fünf. Als "flexibel" gelten jene Mischfonds, die bei der Aufteilung der Gelder auf Aktien und Anleihen keinerlei Beschränkungen unterliegen oder in der Regel einen Mix von 50 zu 50 vorsehen.

Osswald setzt auf die in Deutschland wenig bekannten börsennotierten geschlossenen Fonds, die im angelsächsischen Raum als "closed end funds" bezeichnet werden. Es handelt sich um börsennotierte Fonds, die vorwiegend in London und New York gehandelt werden. Je nach Angebot und Nachfrage an der Börse kommt es zu Aufschlägen oder Abschlägen auf den tatsächlichen Wert des Fondsdepots. Derzeit habe er rund 65 % der Fondsgelder in den Schwellenländer Asiens, Lateinamerikas und in Osteuropa investiert, sagt Osswald. Zu den größten Positionen gehört der Templeton Dragon Fund, der mit über 7 % gewichtet ist. Der Scudder Korea Fund und der Mexico Fund sowie der Baring Greater China Fund sind mit jeweils rund 5 % ebenfalls stark vertreten. "Die Aktienmärkte Chinas und Koreas sind gegenüber dem MSCI-Aktien-Welt-Index relativ stark", sagt der PEH-Vorstand.

Der in London ansässige Vermögensverwalter Peter Seilern rückt im Augenblick die Konjunkturerholung in den Mittelpunkt. Er hält beim Spängler Seilern A mit 72 % eine relativ hohe Aktienquote. Da er auch mit einer Zinserhöhung der Notenbanken rechnet, ist der untergewichtete Rentenanteil von rund 27 % vorwiegend in kurzlaufende Anleihen investiert. Er setzt ausschließlich auf Staatstitel mit höchster Bonität. Eine Performance von 2,81 % bringt den Fonds der österreichischen Gesellschaft Carl Spängler auf Platz sechs.

Bei den Aktien stehen bei Seilern Standardwerte, die Gewinnsteigerungsraten von durchschnittlich 10 bis 15 % jährlich aufweisen, im Mittelpunkt. "Unser Anlageuniversum besteht aus etwa 50 multinationalen Konzernen, die ihren Schwerpunkt in den USA und Europa haben", sagt er. Mit 21 Titeln ist das Portfolio sehr konzentriert. Entscheidend sei, dass die Unternehmen kontinuierliche Gewinne erwirtschaften und die Profitabilität auch langfristig prognostizierbar ist. Deshalb finden sich im Spängler-Fonds vorwiegend Aktien aus den Bereichen Pharma, Nahrungsmittel, Getränke und Outsourcing interessant. Sämtliche konjunktursensible Branchen wie Automobile, Stahl, Banken, Grundstoffe und Versicherungen sucht man in dem Spängler-Fonds vergeblich.

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