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Gemischte Gefühle

Gemischte Gefühle beherrschen den Markt. Nach einem positiven Handelsbeginn legten Dow Jones- und Nasdaq - Index den Rückwärtsgang ein. Alan Greenspan hat eine weitere sechste Zinssenkung in Aussicht stellt. Doch die Freude währte bei den Investoren nicht lange.

Grund für den Trend ins Minus ist wohl nicht nur das bevorstehende verlängerte Memorial Day- Wochenende. Die Anleger stimmen sich bereits auf die freien Tage ein und das Handelsvolumen an der Wall Street dürfte deshalb geringer ausfallen. Am Aktienmarkt sorgten die positiven Impulse von Alan Greenspan nur vorbörslich für gute Stimmung. Zudem bewegen ein schwächeres Bruttoinlandsprodukt von 1,3 Prozent und ein geringeres Verbrauchervertrauen den Markt.

Die vorbörslich veröffentlichten Daten zum Bruttoinlandprodukt gaben der Wall Street am Morgen zusätzlichen Auftrieb. Die Daten machen es Notenbank-Chef Alan Greenspan leichter, möglicherweise bereits auf der nächsten Sitzung des US-Offenmarktausschusses die Zinsen erneut zu senken. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal um 1,3 Prozent. Vorläufige Berechnungen hatten einen Wachstum um zwei Prozent ausgewiesen. Die Mehrheit der Analysten hatte mit einem Anstieg um 1,4 Prozent gerechnet. Damit ist die US-Wirtschaft im vergangenen Quartal langsamer gewachsen, als ursprünglich erwartet. Vor allem im IT-Bereich gingen die Investitionen zurück. Eine Fülle von Nachrichten bewegt zusätzlich die Märkte.



Die Chipaktien tendieren stärker. Applied Materials und KLA-Tencor werden von Prudential Securities von "akkumulieren" auf "aggressiv kaufen" heraufgestuft. Laut Analystenkommentaren könnte sich die Nachfrage auf dem Halbleitersektor bereits im September erholen. In den nächsten zwölf bis 18 Monaten erwartet Prudential einen Anstieg des Chipaktien um 50 Prozent.

Micron Technologies notiert ebenfalls stärker. Der Chiphersteller freut sich über den Erfolg im Rechtsstreit gegen Rambus. Ein italienisches Gericht sprach Mircon von der Anklage frei, Patentrechte von Rambus verletzt zu haben. Rambus hatte bereits vergangene Woche ein Gerichtsverfahren gegen Infineon verloren, in dem das US-Unternehmen der deutschen Firma ebenfalls Patentrechtsverletzungen vorwarf.

Unter Druck gerät am Morgen die Aktie von ADC Telecommunications. Nach einer Gewinnwarnung für das dritte Quartal notiert die Aktie im außerbörslichen Handel schwächer. Der Hersteller von Telekommunikationskomponenten veröffentlichte gleichzeitig einen Verlust von 1,33 Dollar für das zweite Quartal. Ursprünglich hatte das Unternehmen lediglich mit einem Fehlbetrag von 33 Cents pro Aktie gerechnet. Vor allem hohe Umstrukturierungskosten machen sich im Geschäftsergebnis negativ bemerkbar.

Bewegende Neuigkeiten gibt es auch sonst auf dem Telekommunikationssektor. Ericsson ist an der Übernahme von Lucents Mobilfunksparte interessiert. Bereits Anfang de Woche hatten Spekulationen, nach denen Alcatel das Telekommunikationsunternehmen kaufen will, die Kurse bewegt.

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