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Gemischte Quartalszahlen

Die Futures deuten auf einen freundlichen Handelsstart. Sowohl der Eröffnungsiondikator der Nasdaq als auch der S&P 500 Future notieren im positiven Terrain. Nachdem New Yorks wichtigsten Aktienindizies nach einer mehrtägigen Pause gestern mit Punktgewinnen schlossen, fassen die Anleger wieder Zuversicht. Negative Aussichten bei Qualcomm und Worldcom könnten den Markt belasten. Peoplesoft hält mit guten Quartalszahlen dagegen.

Positive Quartalsergebnisse bei Peoplesoft beflügeln den Softwaresektor. Peoplesoft konnte der Konjunktur trotzen und den Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdreifachen. Das Unternehmen übertraf die Analystenerwartungen im ersten Quartal mit einem Gewinn von elf Cents pro Aktie um zwei Cents. Auch die Aussichten stimmen zuversichtlich. Trotz des konjunkturellen Abschwungs in den USA hat die Firmenleitung die Prognosen für das zweite Quartal nicht reduziert. Das Brokerhaus Lehman Brothers bestätigt die Einstufung "aggressiv kaufen" mit einem Kursziel von 60 Dollar auf Jahressicht. Die Aktie gehört vorbörslich zu den größten Gewinnern.

Zu den vorbörslich meistgehandelten Aktien gehören die Papiere von Worldcom und Intel. Während Worldcom die Marktteilnehmer mit Quartalszahlen bewegt, sorgt Intel mit seinem heute stattfindenden jährlichen Analystentreffen für Spannung.

Worldcom erwirtschaftete im ersten Quartal einen Gewinn von 610 Millionen Dollar oder 25 Cents pro Aktie und halbierte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte. Der Telekommunikationskonzern konnte die Gewinnerwartungen der Analystne erfüllen. Bei dem Umsatzzahlen entäuschte das Unternehmen jedoch. Demnächst wird Worldcom zwei Trackingaktien an die Börse bringen. Zudem soll MCI ausgegliedert werden. Die Aktie notiert vor Handelsbeginn im Plus.

Intel sorgt mit dem jährlichen Analystentreffen in New York für Spannung. Die Credit Suisse First Boston erwartet jedoch keine große Triebkraft von der Sitzung. Die Investmentbank rechnet damit, dass die langfristigen Wachstumsraten für die Kommunikationsgruppe gesenkt werden. Die Wachstumsraten im PC-Bereich dürften langfristig bei zehn Prozent liegen. Viele Analysten werden ihre Prognosen voraussichtlich noch auf dieses Niveau senken müssen. Zudem steht laut der Credit Suisse im Mai die nächste Welle von Preissenkungen bevor. Gespannt wartet die Wall Street auf Äußerungen über die Konkurrenzsituation, vor allem in Richtung Advanced Micro Devices.

Mit schlechten Quartalsdaten dürfte Qualcomm den Mobilfunksektor leicht belasten. Das Unternehmen, das Patente an Mobilfunkunternehmen lizenziert, hat die Gewinnerwartungen im dritten Quartal erreicht, senkt jedoch die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr 2001. Die geringere Nachfrage nach Telefonchips belastet das Unternehmensergebnis. Zuversichtlicher zeigt sich die Unterenehmensleitung erst wieder für das kommende Geschäftsjahr. Was die Gewinnprognosen angeht, sind die Experten von Brokerhaus Lehman Brothers anderer Meinung. Die Analysten senken die Gewinnerwartungen für 2001 und 2002. Die Einstufung "aggressiv kaufen" bestägigen sie, senken jedoch das Kursziel von 120 auf 85 Dollar.

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