Gemischte Stimmung in New York – Qualcomm verlieren nach der Warnung für das dritte Quartal
Nasdaq dreht nach positivem Auftakt ins Minus

Die Freude mancher Börsianer währte nur kurz. Denn während der Dow-Jones-Index hinzugewinnen konnte, drehte die Nasdaq ins Minus. Trotzdem legte Softwarehersteller Peoplesoft kräftig zu.

wlr NEW YORK. Der Verlauf des Börsentages an der Wall Street glich einer Zitterpartie. Während bis zur Handelsmitte durchgehend gute Stimmung herrschte, drehte der technologielastige Nasdaq-Composite-Index gegen Handelsende ins Minus. Der Trend ging hin zu den Werten der "Old Economy", während die Anleger "New Economy"-Werte selektiv kauften.

Positiv beeinflusst wurde der Börsentag von den Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed) bei ihrer nächsten Sitzung am 15. Mai. Anlass für die Erwartungen war ein Bericht der US-Regierung, nach dem die Zahl der Amerikaner, die zum ersten Mal Arbeitslosenunterstützung beantragt haben, in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit fünf Jahren angestiegen ist.

Von den Zinshoffnungen konnten Dow-Jones-Index und S & P-500-Index profitieren. Der Dow-Jones-Index, der die 30 wichtigsten Industriewerte umfasst, legte um 0,6 % zu. Auch der breiter gefasste S & P-500-Index konnte Zuwächse von 0,6 % verbuchen. Dem technologielastigen Nasdaq-Composite-Index halfen die Zinsfantasien jedoch nicht. Er verlor nach einem positiven Auftakt 2,5 %. Den 1 952 Kursgewinnern standen 1 128 Kursverlierer gegenüber. Im Verlauf des Börsentages wechselten gut 1,15 Mrd. Aktien den Besitzer. Diese Zahl entspricht übertraf die Umsätze vom Vortag.

Einer der Verlierer an der Nasdaq war Qualcomm. Die Aktien des Herstellers drahtloser Netzwerkausrüstungen verloren 7,8 %. Qualcomm hatte am Mittwoch nach Börsenschluss Quartalsergebnisse bekannt gegeben, die die Erwartungen der Analysten erfüllten. Gleichzeitig hatte das Unternehmen aber gewarnt, dass es die Erwartungen für die Gewinne im laufenden dritten Quartal nicht erfüllen kann.

Peoplesoft war mit 21,3% Tagessieger

Besser erging es Peoplesoft. Der Softwarehersteller befreite sich aus dem Abwärtstrend an der Nasdaq und war dort mit einem Plus von 21,3 % Tagessieger. Das Unternehmen berichtete, dass sich der Gewinn im vergangenen Quartal mehr als verdreifacht hat. Damit übertraf Peoplesoft die Erwartungen der Analysten. Zudem hatten die Credit Suisse First Boston (CSFB) die Aktie von "Halten" auf "Kaufen" heraufgestuft.

Auch die Aktie der Norfolk Southern profitierte davon, dass die CSFB sie von "Halten" auf "Kaufen" stufte. Der Gewinn der zweitgrößten Eisenbahngesellschaft der östlichen USA hatte sich im ersten Quartal mehr als vervierfacht. Die Aktien von Norfolk Southern stiegen um 17,6 %.

Die meisten Technologiewerte hatten es hingegen schwer. So stieg der Aktienkurs des weltgrößten Chipherstellers Intel zunächst, drehte dann jedoch ins Minus und verlor 0,6 %. Die Einschätzung des Unternehmens, dass die Börse am Boden des Trogs angelangt sei, bestätigte sich nicht. Vom Plus ins Minus geriet auch der Aktienkurs von Softwarehersteller Oracle. Die Ankündigung des Unternehmens, dass es sehr gute Verkäufe in der Asien-Pazifik Region erwartet, wurde von den Anlegern nicht honoriert, die Aktie verlor 1,2 %.

Gut lief es hingegen für Dow Chemical. Der Chemiekonzern hatte zwar vor Börsenöffnung bekannt gegeben, dass er im ersten Quartal Verluste eingefahren hat. Grund dafür seien Belastungen aus der Übernahme von Union Carbide sowie hohe Energiekosten. Doch Anleger hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet. Dow-Chemical-Aktien gewannen 2,8 % hinzu.

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