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Gemischte Stimmung zum Wochenschluss

Die Märkte präsentieren sich am Freitag uneinheitlich. Nach anfänglichen Punkteverlusten schafft der Nasdaq Index am Vormittag den Sprung in die Gewinnzone. Vor allem die Aktien der Hersteller von elektronischem Equipment und die Chipproduzenten sind gefragt.

Gute Quartalsergebnisse bei Qualcomm, Amgen und VeriSign bescheren dem Börsenbarometer Punktgewinne. Der Index notiert mit 0,23 Prozent leicht in der Gewinnzone. Der Dow Jones Index kann seine Verluste begrenzen. Nach wie vor halten den Dow Jones Kursverluste bei Microsoft, GM und United Technologies in der Verlustzone.

Gleichzeitig nehmen die jüngsten Wirtschaftsdaten den Marktteilnehmern einen Teil ihrer Vorwochenendfreude. Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,7 Prozent gewachsen. Die Mehrheit der Experten hatte mit einem Anstieg von einem Prozent gerechnet. Vor allem sinkende Investitionen im Software- und Telekommunikationsbereich sowie rückläufige Konsumentenausgaben haben zu dem enttäuschenden Ergebnis geführt.

Der von der Universität von Michigan berechnete Index zum US-Verbrauchervertrauen ging im Juli auf 92,4 Punkten zurück. Die Analysten hatten jedoch erwartet, dass der Index auf dem Vormonatsstand von 93,6 Punkten bleibt. Damit ist die Zuversicht der US-Anleger in eine baldige Erholung der Konjunktur im vergangenen Monat zurück gegangen. Den Wirtschaftsdaten können Marktteilnehmer scheinbar einzig die Hoffnung abgewinnen, dass die US-Notenbank die Leitzinsen möglicherweise noch einmal in diesem Jahr senken könnte.

Die schlechte Nachrichten von Glasfaserkonzern JDS Uniphase belastet die Märkte zum Wochenschluss weniger als erwartet. Die Konkurrenten Corning und Ciena geraten nicht unter verstärkten Angabedruck. Beide Papiere von Ciena notiert sogar leicht in der Gewinnzone. JDS Uniphase, der weltgrößte Hersteller von Glasfaserkomponenten hat im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Verlust von 50,6 Milliarden Dollar den größten Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte ausgewiesen. Im vierten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von fast 7,9 Milliarden Dollar. Der Fehlbetrag aus dem operativen Geschäft beläuft sich auf 36 Cents pro Aktie. Analysten waren zuvor von einem Gewinn in Höhe von drei Cents pro Aktie ausgegangen. JDS Uniphase plant nun insgesamt 16 000 Mitarbeiter und damit zwei Drittel der Angestellten zu entlassen. Im ersten Halbjahr verließen bereits 9000 Mitarbeiter das Unternehmen. Die Aktie notiert zehn Prozent schwächer.



Gute Nachrichten bei Qualcomm gleichen die Punktverluste von JDS Uniphase im Nasdaq Index aus. Der Hersteller von Kommunikationskomponenten konnte die Erwartungen der Analystengilde für das dritte Quartal mit einem Gewinn von 22 Cents um einen Cent schlagen. Doch ging das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent zurück. Der Umsatz liegt mit 640 Millionen Dollar ebenfalls unter dem des Vorjahresquartals. Für das laufende Geschäftsquartal bestätigt Qualcomm die durchschnittlichen Analystenprognosen. Die Analysten von ABN Amro greifen der Aktie zudem unter die Arme und stufen das Papier auf "kaufen".

Für frischen Wind sorgen Amgens Quartalsdaten im Biotechnologiebereich. Das Unternehmen konnte die Analystenerwartungen für das vergangene Quartal mit einem Gewinn von 30 Cents um zwei Cents übertreffen. Doch reduziert das Management die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Quartal. Die Analysten von J.P. Morgan stufen die Aktie dennoch von "langfristig kaufen" auf "kaufen" herauf. Der Titel notiert sieben Prozent im Plus.

Cisco Systems meldet am Morgen die Übernahme von Allegro Systems, dem Hersteller von Virual Private Network (VPN) Technologie, mit der der Betrieb von Netzwerkplattformen gesichert werden soll. Aufgrund der steigenden Nachfrage will Cisco durch diesen Schritt seinen Bereich für Sicherheitssoftware ausbauen. Die Anleger scheinen jedoch nicht allzu erfreut. Die Aktie von Cisco verliert über 1,4 Prozent an Wert.

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