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Gemischter Auftakt

Zu Handelsbeginn notiert der Nasdaq Composite weiter in der Gewinnzone, der Dow Jones Index dreht hingegen im Minus. Während Finanz- und Pharmawerte schwach tendieren, können Computertitel deutlich zulegen. Die Anleger greifen erneut nach den gefallenen Engeln des Technologiesektors. Im Vergleich zu früheren Technologierallys kehren die Analysten bei ihren Aktienempfehlungen jedoch zur Fundamentalanalyse zurück. Die Experten warnen vor dem Risiko der Gewinnmitnahmen, da zahlreiche Aktien bereits 50 Prozent über ihren Tiefstständen notieren.

Die Brokerhäuser leiden unter negativen Kommentaren von UBS Warburg. Die Analysten halten die Aktien für überbewertet. Die Papiere von Goldman Sachs, Lehman Brothers, Merrill Lynch und Morgan Stanley Dean Witter konnten in kürzester Zeit über zwanzig Prozent zulegen, ohne dass sich die Fundamentaldaten geändert hätten, so die Analysten. Der Anstieg sei in diesem Tempo nicht gerechtfertigt gewesen. Alle Werte verlieren leicht an Wert.

IBM und Apple treiben die Computerwerte in die Gewinnzone. IBM darf sich freuen. Big Blue kann trotz des allgemein schwierigen Marktumfeldes auf ein solides Quartalsergebnis zurückblicken. Während der Gewinn um 18 Prozent auf 98 Cents je Aktie kletterte, konnte der Umsatz um neun Prozent auf 21 Milliarden Dollar gesteigert werden. Beide Daten lagen im Rahmen der Erwartungen. Auch der Computerhersteller Apple überraschte die Kritiker positiv. Mit einem Gewinn von elf Cents je Aktie konnten die Konsensschätzungen von einem Cent je Aktie deutlich geschlagen werden. Apple kann über acht Prozent zulegen, IBM liegt mit fünf Prozent im Plus. Auch Dell und Compaq Computer notieren freundlich.

Advanced Micro Devices liefert ein positives Quartalsergebnis. Der Hauptkonkurrent des Chipherstellers Intel konnte die Erwartungen der Analysten trotz eines deutlichen Gewinneinbruchs übertreffen. Mit einem Gewinn von 125 Millionen Dollar oder 37 Cents je Aktie wurden die Erwartungen um vier Cents geschlagen. Vorstandsmitglied Jerry Sanders bestätigte zudem, dass auch das Jahresergebnis im Rahmen der Erwartungen ausfallen werde, nachdem Intel gestern bereits darauf hinwies, dass sich der Chipsektor im zweiten Halbjahr wieder erholen werde. Außerdem meldet auch der Chiphersteller Broadcom zufriedenstellende Ergebnisse. Advanced Micro Devices kann nach Handelsbeginn knapp vier Prozent zulegen. Die Aktien der Konkurrenten Intel, Micron Technologies, Broadcom und Xilinx drehen nach Handelsbeginn jedoch ins Minus.

Leicht im Plus tendiert der Einzelhandelssektor. Nachdem Sears, Roebuck & Co die Analystenerwartungen schlagen konnte, kletterte die Aktie über vier Prozent. Auch die Konkurrenten J.C.Penney und Saks tendieren im positiven Terrain.

Enttäuschend fiel hingegen das Ergebnis von I2 Technologies aus. Die Softwareschmiede erwirtschaftete im ersten Quartal einen Verlust von rund 774 Millionen Dollar oder 1,90 Dollar pro Aktie, während der Umsatz um 91 Prozent auf rund 357 Millionen Dollar anstieg. Für das kommende Quartal zeigt sich I2 Technologies zurückhaltend. Der Umsatz werde im zweiten Quartal niedriger liegen als im ersten Jahresviertel. Um Kosten zu senken, sollen außerdem 600 Arbeitsplätze abgebaut werden. Die Börse bestraft diesen schwachen Ausblick mit einem Minus von über fünfzehn Prozent.

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