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Gemischter Feierabend

Der Dow Jones Index hat die Weichen wieder auf Erfolgskurs gestellt. Zum ersten Mal in dieser Woche schloss der Blue Chip Index bei 10765 Punkten im positiven Terrain. Der Nasdaq Index stoppte bei 3828.88 in der Verlustzone.

Vor allem Finanztitel belasteten den Markt. J.P. Morgan und die Citigroup gehörten zu den größten Verlierern im Dow Jones Index. Die Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter meldete enttäuschende Quartalszahlen. Am Dienstag und Mittwoch verkündeten Goldman Sachs und Lehman Brothers noch gute Geschäftsergebnisse. Morgan Stanley hat einen Gewinn von 1,09 pro Aktie erzielt. Die Konsensschätzungen lagen bei 1,17 Dollar. Branchengewinner sind die Pharmawerte und die Einzelhändler.



3M

hat Gerüchte aus dem Weg geräumt. Das Unternehmen war in die Schräglage geraten, weil angeblich die Geschäftszahlen im laufenden Quartal enttäuschen würden. Am Donnerstag gab das Management Entwarnung. 3M werde den Erwartungen gerecht. Ein gutes Asiengeschäft werde Probleme mit dem schwächeren Euro wettmachen. Das Brokerhaus Merrill Lynch scheint sich der Meinung anzuschließen und empfiehlt 3M Aktien zum Kauf. Morgan Stanley bezeichnet 3M sogar als "Market Outperformer"!



Weniger erfreulich sah die Nachrichtenlage bei Goodyear Tire aus. Der Reifenhersteller wird voraussichtlich deutlich an den Erwartungen im laufenden Quartal vorbeischrammen. Vor allem der schwache Euro und hohe Rohstoffkosten machen dem Unternehmen zu schaffen. Probleme des Konkurrenten Bridgestone konnten die Verkaufszahlen von Goodyear offenbar nicht beträchtlich ankurbeln. Goodyear schlitterte mit einem Verlust von über 13 Prozent aus dem Rennen.



Dafür verbuchte ein anderes Unternehmen aus dem weiteren Kreis der Automobilbranche deutliche Kursgewinne. Hertz, die weltgrößte Autovermietung, wird an Ford verkauft. Der zweitgrößte Autohersteller hält bereits den mehrheitlichen Anteil und will nun die verbleibenden 18,5 Prozent für 597 Millionen Dollar kaufen. Hertz Aktien schossen rund 20 Prozent nach oben. Ford tendierte leicht schwächer.



An der Nasdaq herrschte Schlechtwetterstimmung. Größte Verlierer sind die Semikonduktoren. Telekommunikation tendierte wie bereits am Vortag ebenfalls schwach. Hier raten mehrere Analysten jedoch wieder zum Einstieg. Interessant wird es vor dem Wochenende auch bei AT&T. Die größte US-Telefongesellschaft hält zum Wochenschluss eine Vorstandssitzung ab. Einige Experten rechnen mit gravierenden Umstrukturierungsmaßnahmen.



Unter den Nasdaq-Gewinnern stand die Ladenkette Bed Bath & Beyond. Der Einzelhändler gab bekannt, sein Gewinn sei im zweiten Geschäftsquartal auf 15 Cents pro Aktie gestiegen. Nach den erfreulichen Zahlen hagelte es Analysten-Lob. Anleger hielten sich daran und schickten den Titel rund 20 Prozent ins Plus.



Paychex

, ein Dienstleister für Personalwesen, konnte am Mittwoch Rekordgewinne melden. Das Unternehmen verzeichnete im letzten Quartal einen Gewinnzuwachs von 36 Prozent auf 58,6 Millionen Dollar oder 16 Cents pro Aktie. Angefeuert von Analysten stieg die Aktie im Tagesverlauf auf ein zwischenzeitliches Hoch von rund 47 Dollar und schloss mit Kursgewinnen von rund sieben Prozent bei 46,50 Dollar.



Der Nasdaq-Neuling OmniSky legte ein erfolgreiches Börsendebüt hin. Die Aktie, die bei einem Ausgabepreis von 12 Dollar startete, stieg im Tageverlauf um 55 Prozent. Der Internetprovider bietet seinen Kunden mobilen Zugang zum Netz.

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