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Gemischter Handelsschluss

Nach einem bewegten Handelstag und anfänglichen Verlusten schloss der Dow Jones Index im Plus. Kollege Nasdaq gelang das nicht ganz. Das Börsenbarometer zogen die Kursverluste in der letzten Handelsstunde ins negative Terrain.

Während sich das Dilemma der US-Präsidentschaftswahl zur unendlichen Geschichte mutiert und das gestiegene Handelsbilanzdefizit auf eine unausgeglichene US-Wirtschaftslage deuten, wartet eine Fülle von Investoren darauf endlich wieder zu investieren. Anleger warten auf positive Impulse.



Glasfasertitel profitierten von positiven Prognosen bei Nortel. Der Hersteller von Glasfaserzubehör erwartet für das laufende Jahr ein Gewinn- und Umsatzwachstum von über 40 Prozent. Nachdem die Aktie seit vergangenem Freitag rund 13 Prozent an Wert verloren hatte, notierte sie nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Gewinnzone. Befürchtungen, Nortel könne Marktanteile an die Konkurrenz verlieren, hatten die Experten in der Vergangenheit beunruhigt. Auch die Hersteller von Glasfaserkomponenten spürten Wind in ihren Segeln. JDS Uniphase und Ciena legten an Wert zu und unterstützen den Nasdaq. Corning, der größte Hersteller von Glasfaserkabeln, gewann ebenfalls an Kurs.



Eher unerfreulich waren die Neuigkeiten für den Internetsektor. Eine ganze Reihe von Internetunternehmen werden in Kürze ein Erdbeben erleben und nur wenige der Firmen werden aus den Trümmern auferstehen. So schätzt Henry Blodget, Staranalyst von Merrill Lynch, den US-Internetmarkt am Dienstag in einem Interview ein. America Online sei der defensivste Werte der Internetunternehmen. Dagegen sei Amazon.com dabei, seine Marktposition zu stärken. Die Aktie von Ebay sei nach wie vor zu teuer bewertet, sei aber auf lange Sicht wie er sich ausdrückte "ok". Yahoo sei dagegen über den Berg, wenn der Wert die kommende harte Wintersaison überstanden hätte. Für alle genannten Werte ging es über sechs Prozent in die Verlustzone. Yahoo schadeten zusätzlich negative Kommentare von Mary Meeker.



Wachstumsbedenken schadeten dem Wert erneut. Die Staranalystin von Morgan Stanley hält es mit einer 30-prozentigen Wahrscheinlichkeit für möglich, dass das weltgrößte Internetportal die Umsatzerwartungen für das vierte Quartal und die erste Hälfte des darauffolgenden Geschäftsjahres verfehlen könnte. Yahoo verlor rund 14 Prozent an Wert.



LSI Logic zog es 20 Prozent in die Verlustzone. Der Hersteller von Kommunikations-Chips hatte sowohl die Kündigung des Finanzvorstandes Doug Norby als auch die des CEO des Kommunikationsbereiches Jone Daane zu verkraften. Merrill Lynch stufte die Aktie daraufhin von "kaufen" auf "halten" ab.



Dem Entertainment-Sektor schadete das negative Urteil von Morgan Stanley. Auch hier seien es die nicht allzu rosigen Wachstumsaussichten, die den Experten Sorge bereiten. Sie stuften die Werte von Disney und Viacom ab. Die Werbeeinnahmen sollen in den kommenden Quartalen nicht in dem Maße steigen wie erwartet.



Pharmawerte waren am Dienstag gefragt. America Home, Johnson & Johnson und Merck konnten zulegen. Die guten Quartalszahlen von Medtronic halfen dem Sektor für medizinische Geräte ins positive Terrain. Ebenfalls gefragt waren die Werte der Energiekonzerne.



Exxon

Mobil, Texaco und Chevron. Biotechnologiewerte profitieren von positiven Kommentaren von Prudential Securities, die auf Grund der günstigen Kurse zum Einstieg rieten. Zwar habe die Korrektur auch diesen Werten geschadet, doch sei das Umfeld laut Prudential im Durchschnitt so gut wie noch nie zuvor. Die großen Biotech-Werte sollten Ende des nächsten Jahres wieder die alten Rekorde erreichen. Die Analysten stuften unter anderem Genentech, IDEC Pharma und Gilead von "kaufen" auf "aggressiv kaufen". Amgen, Human Genome und MedImmune sollen kurzfristig gute Chancen haben.



Für Xilinx ging es neun Prozent bergab, nachdem ein Avnet, Zwischenhändler des Chipherstellers, eine Gewinnwarnung veröffentlichte. Avnet droht die Gewinnprognosen im laufenden Quartal um zehn Cents zu verfehlen, da die Branche unter zu hohen Lagerbeständen leide. Avnet ist der zweitgrößte US-Vertrieb von Computerteilen und Halbleitern. Auch wenn Analysten die Gewinnschlappe bei Avnet nicht als Vorboten für eine ähnliche Ergebnisschlappe bei Xilinx werten, so erhöhe sich doch die Chance einer derartigen Entwicklung, so Chris Chaney, Analyst bei A.G. Edwards & Sons.

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