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Gemischter Handelsschluss

Orientierung wäre angesagt! Doch Markteilnehmer lassen sich zurzeit treiben, im Meer der Quartalsdaten. Diese geben momentan den Ton am US-Aktienmarkt an. Bestes Bespiel am Donnerstag: Die Aktie von Johnson & Johnson. Während die Aktie am Morgen noch zu einem der größten Verlierer gehörte, setzte das Papier am frühen Nachmittag zum Höhenflug an.

Der Grund: Johnson & Johnson überrascht die Wall Street mit einem Aktiensplitt im Verhältnis von 2 zu 1. Aufsichtsratschef Ralph Larsen sprach von einer sehr guten finanziellen Lage des Konzerns, die es nun mögliche mache, die vierteljährliche Dividende um 12,5 Prozent anzuheben. Die Freude war groß. Die Aktie von Johnson & Johnson war am Donnerstag der Sieger der Dow Werte.

Ebenfalls auf dem Siegertreppchen standen die Werte von Aluminiumgigant Alcoa und Mischkonzern Honeywell. Auch General Electric konnte am Donnerstag an Kurs gewinnen, nachdem Vorstandsvorsitzender Jack Welch Hoffnung auf gesundes Unternehmenswachstum machte. Der Gewinn soll trotz der abkühlenden US-Konjunktur in diesem Jahr mindestens zehn Prozent steigen, so Welch.

Zu den Miesepetern des Dow Jones zählten am Donnerstag dagegen die Aktien von Hewlett Packard, Coca Cola und IBM. Die drückten den Dow Jones nach morgendlichen Kursgewinnen in die Verlustzone.

Im Vergleich zum Börsenbarometer der US-Standartwerte konnte sich der Nasdaq Index bis zum Handelsschluss im Plus behaupten. Kursgewinne bei Peoplesoft, Comcast und Worldcom hievten das Börsenbarometer ins Plus.

Positive Quartalsergebnisse bei Peoplesoft beflügeln am Morgen zunächst den Softwaresektor. Peoplesoft zog in der ersten Handelshälfte auch Microsoft, Adobe und Oracle ins Plus. Diese Werte mussten jedoch ihre Gewinne bis Handelsschluss wieder abgeben und drehten ins Minus. Trotz der kränkelnden Konjunktur konnte der Softwarekonzern den Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdreifachen. Das Unternehmen übertraf die Gewinnerwartungen um zwei Cents. Auch die Aussichten stimmen zuversichtlich. Das Brokerhaus Lehman Brothers bestätigt die Einstufung "aggressiv kaufen".

Ebenfalls freundlich zeigte sich Worldcom. Der Telekommunikationskonzern erwirtschaftete im ersten Quartal einen Gewinn von 610 Millionen Dollar oder 25 Cents pro Aktie und halbierte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte. Der Telekommunikationskonzern konnte die Gewinnerwartungen der Analysten erfüllen.

Mit schlechten Quartalsdaten belastet Qualcomm dagegen den Mobilfunksektor. Das Unternehmen, das Patente an Mobilfunkunternehmen lizenziert, erfüllte zwar die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal, senkte jedoch die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr 2001. Die geringere Nachfrage nach Telefonchips belastet das Unternehmensergebnis. Zuversichtlicher zeigte sich die Unternehmensleitung erst wieder für das kommende Geschäftsjahr. Doch das nützte der Aktie nichts. Die Analysten von J. P. Morgan, Goldman Sachs und Merrill Lynch stufen die Aktie ab. Qualcomm führte am Donnertag die Liste der Nasdaq-Verlierer an.

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