Archiv
Gemischter Handelsschluss

Gute Wirtschaftsdaten beflügelten die Märkte im frühen Handel, doch bis Handelsschluss währte die Freude nicht ganz. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt am Freitag bereits auf eine stabilisiere Konjunkturentwicklung deutete, setzten die jüngsten Daten zum Pro-Kopf-Einkommen die Marktsegel unter Wind. Doch bis Handelsschluss hielt die Brise nicht an. Sowohl Dow Jones als auch Nasdaq Index fielen unter ihre Tageshöchstständen. Der Dow Jones Index drehte sogar ins Minus.

In Erwartung eines schwächeren Nationalen Einkaufsmanagerindex lösten ein Teil der Marktteilnehmer am Nachmittag ihrer Gewinne ein. Die Mehrheit der Analysten rechnen mit einem Index in Höhe von 44 Punkte. Das Barometer gilt als Indikator, der die Aktivitäten des verarbeitenden Gewerbes misst und damit Auskunft über die Entwicklung der US-Konjunktur geben kann. Im Vormonat betrug der Index 43,1 Punkte. Sollte der Index schwächer ausfallen als erwartet oder sogar unter den Wert für März fallen, deutet dies auf eine kränkelnde US-Konjunktur.

Vor allem die Finanzwerte hab am Montag unter Kursverlusten gelitten. J.P. Morgan, American Express und Citigroup standen weit oben auf der Verliererliste des Dow Jones Index. Auch Honeywell und General Electric notierten im negativen Terrain. Kursgewinne bei Eastman Kodak, Johnson & Johnson und Intel konnten den Index nicht in der Gewinnzone halten.

Intel legte an Wert zu, nachdem Analysten es für möglich halten, dass sich die Nachfrage auf dem Chipmarkt eventuell bereits ab Sommer erholen könnte. Intel unterstützte den Trend zudem mit eigenen guten Nachrichten. Der weltgrößte Chipkonzern reduzierte am Wochenende die Preise von drei der vier Pentium 4-Chips. Dieser Nachlass für die Hochgeschwindigkeitsprozessoren soll die Marktfähigkeit insbesondere gegenüber dem Konkurrenten AMD sichern.

Der Nasdaq Index rutschte zwar am Nachmittag von seinen Tageshöchstständen, schloss aber immer noch mit einem Punktgewinn von fast zwei Prozent. Die Kursverluste bei Oracle konnten dem Index nichts anhaben.

Die Aktie von Oracle büßte über 7,5 Prozent an Wert ein, nachdem die Analysten der Deutschen Bank spekulierten, dass der zweitgrößte Softwarehersteller die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal reduzieren müsste. Das ökonomische Umfeld und der zunehmende Preisdruck auf dem Segment könnten die Auslöser sein. Neben Oracle notierten auch Nextel, Dell und Worldcom in der Verlustzone. Zu den Tagesgewinnern gehörten dagegen JDS Uniphase und Microsoft. Cisco stand ganz oben auf dem Siegertreppchen und gehörte zum Wochenauftakt zu einer der meistgehandelten Aktien. Wieder steigende Ausgaben auf dem Telekommunikationssektor werden dem Unternehmen erhöhte Nachfrage bescheren, so eine Analystenmeinung. Zahlreiche Werte notieren sowie Apple zwischenzeitlich auf ihren 90-Tage-Höchstständen.

Zu einem der Topwerte gehörte am Montag auch der Wert von Aurora Bioscience. Die Aktie verteuert sich bis zur Mittagsstunde um fast 40 Prozent, nachdem das Biotechnologieunternehmen Vertex Pharmceuticals ankündigte, das Unternehmen für 592 Millionen Dollar in Aktien zu übernehmen. Vertex wird den Aktionären von Aurora Biosciences eine Prämie von 44 Prozent auf den Aktienkurs vom Freitag von 16,85 Dollar bezahlen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%