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Gemischter Handelsstart

Den Schaden, den die Investoren gestern an der Technologiebörse angerichtet haben, wollen sie heute morgen noch nicht wieder gutmachen. Nachdem der Nasdaq Index gestern um fünf Prozent auf den Jahrestiefstand gefallen ist, pendelt das Börsenbarometer zwischen Plus und Minus. Der Dow Jones Index startet etwas besser in den Tag.

Ein Dorn im Auge sind den Investoren heute neue Bekanntmachungen der US-Notenbanken. Sie scheinen auch nach den gestrigen Wirtschaftsdaten nicht gewillt, die Leitzinsen zu senken. Wie von den Chefs der Notenbanken in Chicago und San Francisco zu hören war, sei das Risiko steigender Inflation noch nicht gebannt. Die niedrige Arbeitslosenquote und die immer noch hohen Energiepreise wiesen darauf hin, dass nach wie vor Inflationsgefahr bestehe.



Balsam auf die Seelen der geplagten Anleger ist dagegen das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts. Das BIP stieg im dritten Quartal um 2,4 Prozent. Die Daten nehmen die Angst vor einer harten Landung der US-Wirtschaft. Allerdings senkt die nur geringe Revidierung zum Vorquartal die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Fed ihre Haltung zu einer Zinsanhebung auf neutral zurücknehmen wird. Eine Senkung der US-Leitzinsen rückt damit in die Ferne.



Erhöhter Beliebtheit erfreuen sich heute die Pharmawerte. Goldman Sachs sorgt auf dem Sektor für frischen Wind. Die Aktien haben sich in dem schwierigen Umfeld an der Wall Street in den vergangenen zwölf Monaten gut geschlagen. Glaubt man Goldman Sachs, wird sich der Trend zu diesen defensiveren Aktien auch im kommenden Jahr fortsetzen. Der einzige Haken ist der Druck von Krankenversicherungen und die zunehmende Konkurrenz durch die Biotech-Industrie.



Merck

und Eli Lilly, die von Goldman zum Kauf empfohlen werden, legen im frühen Handel kräftig zu. Merck dürfte im kommenden Jahr ein Ertragswachstum von 10 Prozent verzeichnen. Zwischen 2001 und 2005 sollten die Zuwachsraten auf 13 Prozent steigen. Das Kursziel der Aktie setzten die Experten auf 110 Dollar. Bristol-Myers, Pharmacia und Schering-Plough stufen die Analysten als überdurchschnittliche Marktperformer ein.



Die Aktien von American Home Products und Pfizer bekommen lediglich den Stempel "Marktperformer". Pfizers Ertragswachstum könnte am oberen Ende der Branche ausfallen. Sollten die Umsätze die Erwartungen verfehlen, steigt jedoch die Abhängigkeit von der Kostenkontrolle des Unternehmens.



Für die Boeing Aktie geht es im frühen Handel nach unten. Die australische Airline Quantas wird Boeing untreu. Zum ersten Mal in 16 Jahren kauft die Airline anstatt Boeing Flugzeuge 25 Airbus Maschinen im Wert von 3,4 Milliarden Dollar. Von Boeing bestellen sie lediglich sechs Flugzeuge des Typs 747-400. Der Flugzeugbauer aus Seattle ist zwar immer noch die Nummer eins im Flugzeugbau, doch hat Airbus mit dem Volumen seiner Aufträge aufgeholt. Boeing könnte am Mittwoch schwächer in den Tag starten.



Mit acht Prozent nach oben geht es dagegen für ADC Telecommunications. Der Hersteller von Mobiltelefonzubehör meldete ein Ergebnis, das die Schätzungen der Analysten leicht übertraf. ADC verdiente im vergangenen Jahr 18 Cents pro Aktie. Experten hatten einen Cent weniger vermutet.



Nachdem die Computerwerte am Dienstag an New Yorks Börsen alles andere als gefragt waren, erfreuen sie sich zur Wochenmitte wieder wachsender Beliebtheit. Microsoft, Worldcom und Dell gewinnen an Wert.

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