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Gemischter Handelsstart

Die Märkte tendierten in den ersten Handelsminuten unentschlossen. Nun notiert der Nasdaq Index trotz schlechter Nachrichten in der Gewinnzone. Während pessimistische Prognosen bei Yahoo den Internetsektor belasten, sorgen Wachstumssorgen bei Cisco auf dem Sektor für Netzwerkausstatter für trübe Stimmung. Intel belastet den Chipsektor.

Yahoo

! hat nichts zu lachen. Für das Jahr 2001 hat das meistbesuchte Internetportal der Welt eine drastische Gewinnwarnung ausgesprochen. Demnach prognostiziert Yahoo! nur einen Umsatzanstieg von 14 Prozent. Schuld an den trüben Aussichten seien die abkühlende Wirtschaft und das schwache Internetumfeld. Die Nachfrage nach Werbung nehme stark ab, heißt es. Mit dieser Nachricht belastet das Internetportal auch Ebay und die größe US-Internetwerbeagentur Doubleclick. Beide Werte notieren ebenfalls schwächer.



Die Analysten lassen bei so schlechten Aussichten nicht lang auf sich warten. Eine Reihe von Analysten stuft Yahoo ab. Nur Goldman Sachs sieht für Yahoo nicht allzu schwarz. Das Analystenhaus sieht die Aktie zwar kurzfristig belastet, doch sie glauben, dass Yahoo durch den Ausbau seiner hochwertigen Werbekundschaft und seiner Marktführerschaft das Wachstum wieder steigen kann. Yahoo verliert fast 17 Prozent .



Kurseinbußen darf auch America Online einstecken. Zwar steht die Genehmigung der Megafusion mit Time Warner kurz bevor, doch sind noch einige Bedingungen zu erfüllen. Eine der letzten Hürden dürfte sein, dass AOL seinen Konkurrenten die Nutzung des eigenen Instant Messaging Systems gestatten muss.



Chipaktien geraten unter Druck, nachdem Salomon Smith Barney die Umsatzerwartungen für Intel nach unten korrigiert. Im ersten Quartal soll der Weltgrößte Chiphersteller statt der ursprünglich erwarteten 8,73 Millionen Dollar nur einen Umsatz von 7,86 Millionen Dollar erwirtschaften. Damit reduzieren die Analysten ihre Umsatzerwartungen um zehn Prozent. Die Gewinnprognosen werden um fünf Prozent reduziert.



Im Gegensatz zu Yahoo kann Motorola mit seinen Quartalszahlen richtig glänzen. Der zweitgrößte Handyhersteller kann seine im vergangenen Monat reduzierten Prognosen einhalten. Die Gewinne fielen im vierten Quartal um 41 Prozent. Höhere Herstellungskosten im Mobilfunkbereich und ein geringeres Wachstum in der Chipindustrie haben das Ergebnis belastet. Die Investoren zeigen sich zufrieden mit den Zahlen Motorolas. Der Wert tendiert rund 2,4 Prozent über dem Vortagesniveau.

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