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Gemischter Handelstag

Ein gemischter Tag an New Yorks Aktienmärkten. Chipwerte und Computertitel legen Montag eine Gegenbewegung aufs Parkett.

Computer-Riese IBM riss den Dow Jones Index zum Wochenbeginn in die Höhe. Das Börsenbarometer der 30 Standardwerte kletterte rund 0,5 Prozent auf 10 239 Punkte. Den Nasdaq Index kosteten Kursverluste bei Chiphersteller Intel und Microsoft Punkte. Nach einem volatilen Handelstag schloss der Index 0,8 Prozent niedriger auf 3290 Zählern.



Der Chipsektor geriet zum Wochenauftakt erneuert unter Druck nachdem, Brokerhaus Salomon Smith Barney Chipaktien wieder als Sorgenkind bezeicht hatten. Die saisonale Erholung im PC-Markt ließe noch immer auf sich warten und daher bestehe eine Gefahr von Absatzproblemen. Dementsprechend schwach entwickeln sich auch weiterhin die Preise für Chips. Das Analystenhaus rechnet damit, dass Intel am Dienstag einen Gewinn von 37 Cents pro Aktie melden wird, also rund zwei Cents weniger als die Konsensschätzungen. Intel führte seit Handelsbeginn die Dow Jones und die Nasdaq Verliererliste an. Auch für andere Chipproduzenten wie Xilinx und Micron Technologies ging es abwärts



Microsoft

verlor am Montag bis zu 7,2 Prozent und notierte damit auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahren. Die Besorgnis über die Nachfrageentwicklung auf dem Chipsektor und die Ängste der Investoren, dass der Softwaregigant die Erwartungen für das vierte Quartal nach unten revidieren könnte, kosteten den Titel Punkte. Microsoft wird am Mittwoch Quartalszahlen für das dritte Quartal vorlegen.



Ins Fäustchen lachen konnte sich dagegen die Computerbranche. IBM gehörte am Montag zu einem der Dow Gewinner. Merrill Lynch griff dem Big Blue kräftig unter die Arme, indem das Analystenhaus die Gewinnerwartungen anhob. Außerdem schlug Merrill Lynch die Bedenken der Investoren bezüglich des Umsatzwachstums in den Wind. Eine Marktumfrage des Brokerhauses deutet auf ein unerwartet robustes Wachstum in der für IBM schwierigen Hardware-Sparte.



Aufwärts ging es zum Wochenanfang auch für B2B-Werte. Für frischen Wind hatten die bullishen Kommentare mehrerer Brokerhäuser gesorgt. Credit Suisse erwartet für den Sektor- und da insbesondere für PurchasePro und Ariba- starke Quartalszahlen. Freundliche Worte fielen auch über VerticalNet und Freemarket. Reichlich Rückenwind bekamen Ariba, Commerce One und I2 Technologies von J.P. Morgan. Die Unternehmen seien Marktführer in einem Geschäftsfeld, das von starken Investitionen in e-business und virtuelle Marktplätze profitiert und würden ebenfalls die Erwartungen übertreffen. Die US Bancorp Piper Jaffray nimmt Ariba erstmals auf der Beobachtungsliste auf. Die Analysten stufen den Wert mit aggressiv kaufen ein. Außer i2 Technologies und Freemarket legten alle genannten Aktien um mehr als sieben Prozent an Wert zu.



Den Turnaround schaffte eBay erst kurz vor Handelsschluss. Sechs Kunden wollten das Internetauktionshaus verklagen, hieß es in der New York Times. Das kostete den Titel Punkte. eBay soll in den sechs Fällen gefälschte Waren an die Kunden verkauft haben. Rechtsexperten zufolge handle es sich bei dem Fall um ein noch offenes Rechtsgebiet. Der Fall wird nach kalifornischen Auktionsbestimmungen behandelt, die jedoch vor der Einführung von Internetauktionen geschrieben worden sind. Ebay wies jegliche Ansprüche der Konsumenten zurück. Der Wert schaffte es im späten Nachmittag mit einem steilen Sprung ins Plus.



Fusionsnachrichten trieben Chevron und Texaco am Montag in die Höhe. Für 45,4 Milliarden Dollar inklusive Verbindlichkeiten übernimmt Chevron den Konkurrenten. Die Analystenwelt scheint den Deal jedoch zu begrüßen. "Sowohl aus strategischen als auch finanziellen Gesichtspunkten dürfte sich die Fusion bezahlt machen", meint Arjun Murti von der Investment Bank Goldman Sachs. Während Chevron verlor, Texaco an Wert zulegen.



Qualcomm

konnte gegen den Trend zulegen und führte zu Handelschluss die Siegerliste der Nasdaq-Werte an. Der Grund waren Die guten Nachrichten aus Peking. China Unicom, die zweitgrößte Telefongesellschaft der Volksrepublik China, und der zweitgrößte chinesische Hersteller von Telekommunikationskomponenten wollen Qualcomms CDMA Technologie. Nachdem Unicom die Zusammenarbeit der drei Unternehmen zunächst angekündigt und schließlich dementiert hatte, sollte es nun offiziell sein.



Nach Handelsschluss meldeten Altera und Novellus Quartalszahlen.Altera konnte die Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 28 Cents pro Aktie um 15 Cents schlagen. Novellus konnte den Gewinn im dritten Quartal beinahe vervierfachen, übertraf die Prognosen der Analysten jedoch nur um einen Cent.



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