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Gemischter Handelstag

Die Wall Street präsentiert sich uneinheitlich. Während Europas Börsen wegen des 1. Mai-Feiertags geschlossen bleiben, bietet die Wall Street den Anlegern einen unspektakulären Handelstag. Der Dow Jones Index verbucht Punktegewinne, während der Nasdaq Index leicht in der Verlustzone dümpelt.

Die im frühen Handel veröffentlichten Konjunkturdaten liefern nur wenige Impulse. Zwar ist der Markt nach wie vor davon überzeugt, dass die US-Wirtschaft auf dem Weg der Genesung ist, doch untermauerten die jüngsten Wirtschaftsdaten diesen Trend wenig. Zwar stieg der Einkaufsmanager-Index im April im Vergleich zum Vormonat auf 43,2 Punkte, blieb aber hinter den Erwartungen von 44 Punkten zurück. Der Indikator, der die Aktivitäten des verarbeitenden Gewerbes misst, soll Aufschluss über die Entwicklung der US-Konjunktur geben. Ein Index unter 50 Punkten deutet auf eine Abschwächung der Konjunktur hin. Die rückläufigen Geschäftsinvestitionen und die schwache Nachfrage drücken den Index nun bereits seit den vergangenen neun Monaten unter 50 Punkte. Doch davon lassen sich Marktteilnehmer heute nicht schrecken. Denn schließlich deutet der Indikator tendenziell auf eine Verbesserung der Auftragslage. Investoren konzentrieren sich heute lieber auf die neusten Quartalsergebnisse.

Während die Aktien der Herstellern von Haushaltsprodukten, Computersoftware und Tabakkonzernen an Wert zulegen können, verbilligen sich Computer- und Chipwerte.

Vor allem schlechte Prognosen bei Dell kosten den Nasdaq Index Punkte. Merrill Lynch senkt die Gewinnerwartungen für den Direktverkäufer von PCs erheblich, da der Druck auf die Gewinnmargen zunehmend steige. Die Analysten reduzieren die Gewinnerwartungen sowohl für das erste Quartal als auch für das Gesamtjahr. Die Ertragsschätzungen für das Fiskaljahr 2001 werden von 82 Cents je Aktie auf 68 Cents revidiert. Auch für das Jahr 2002 korrigiert das Brokerhaus die Prognosen nach unten. Die Aktie führt die Verliererliste des Nasdaq-Index an.

Negative Meldungen kommen auch von Compaq. Der Computerproduzent hat die Kooperation mit Unisys beendet und wird den Vertrieb von Servern, die auf der Unisys Architektur basieren, nun stoppen. Seit Jahresanfang wurden die Server mit wenig Erfolg verkauft.

Neben Dell und Compaq schliddern auch JDS Uniphase, Oracle und Cisco in die Verlustzone. Die Gewinner des gestrigen Tages gehören heute zu den Verlierern. Juniper Networks büßt ebenfalls an Punkten ein. Auch die Gewinne bei Microsoft, Qualcomm und Nextel können dem US-High-Tech-Index nicht helfen.

Nachdem Nextel den Telekommunikationssektor am Morgen belastete, konnte der Wert gegen Mittag in die Gewinnzone drehen. Der Anbieter von Mobilfunk-Service konnte den Verlust im vergangenen Quartal zwar reduzieren, verfehlte jedoch die Analystenerwartungen um fünf Cents pro Aktie. Um Kosten zu senken wird das Management fünf Prozent der Belegschaft abbauen. Neben Nextel notiert auch der Konkurrent Worldcom im Plus.

Auch Priceline.com gehört zu den Gewinnern. Die Aktie legt über 20 Prozent zu, nachdem Goldman Sachs Analyst Anthony Noto den Wert von "Market Performer" auf "Market Outperformer" aufgestuft hat. Nach Handelsschluss wird Priceline.com Quartalszahlen veröffentlichen. Das Internetunternehmen, dass vor allem für den Verkauf preiswerter Flugtickets und Telefoneinheiten bekannt wurde, verfüge über einen guten Kundenservice und stabile Wachstumsraten, so Noto. Auch die Aktie von Expedia verteuert sich. Das Online-Reisebüro erfreute die Anleger bereits Gesternabend mit guten Quartalszahlen und notiert auf dem 52 Tages-Höchststand.

Den Dow Jones Index hieven Punktgewinne bei Procter & Gamble, Boeing und Philip Morris in die Höhe. Procter&Gamble erfreut mit guten Quartalsergebnissen. Im dritten Quartal konnte der Konsumgüterkonzern die zuvor gesenkten Erwartungen mit einem Gewinn von 71 Cents je Aktie um zwei Cents schlagen. Besonders erfreulich sind die Zukunftsaussichten. Das Management hält die bisherigen Gewinnschätzungen für das vierte Quartal für realistisch. Auch der Umsatz werde weiter steigen.

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