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Der Nasdaq Index setzt den Trend der vergangenen Handelstage fort. Zum Wochenauftakt gerät das Börsenbarometer erneut unter Druck. Die ersten Befürchtungen werden wach, nach denen der US-High-Tech-Index die alten Tiefststände von Anfang April von 1620 Punkten noch einmal testen könnte.

Doch um das Niveau zu erreichen, müsste der Index vom heutigen Stand aus rund 20 Prozent fallen. Dennoch, angesichts der Gewinnwarnungen der letzten Tage macht sich Nervosität auf dem Parkett breit. Über 500 Unternehmen haben dabei ihre bisherigen Geschäftsaussichten geändert. Und das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht.

Vorbörslich warnte Level 3 die Anleger vor schlechten Geschäftszahlen. Der Kommunikationsanbieter hat das Umsatzziel für die nächsten zwei Jahre gesenkt. Das Unternehmen wird im laufenden Jahr statt mindestens 1,62 Milliarden Dollar nun lediglich 1,53 Milliarden Dollar einnehmen. Für das nächste Jahr geht das Management nun von einem Umsatz von höchstens 2,02 Milliarden Dollar aus, bisher lagen die Prognosen bei mindestens 2,52 Milliarden Dollar.

Die Krise in der Kommunikationsbranche zwingt das Unternehmen dazu, Kosten zu sparen und 1 400 Mitarbeiter, ein Viertel der Belegschaft, zu entlassen. Für das laufende Quartal rechnet Level 3 mit einem Ergebnis, das im Rahmen der Erwartungen liegt. Das Level 3-Papier hat nach der Warnung über 16 Prozent an Wert verloren und notiert auf einem Allzeit-Tief.

Dass es auch anders geht, zeigt United Technologies. Der Mischkonzern wird die Erwartungen erreichen und den Gewinn im zweiten Quartal und im gesamten Geschäftsjahr um 15 Prozent steigern. Von der Nachricht profitiert der Dow Jones Index am Vormittag. Der Index der 30 US-Standardwerte tendiert gut behaupten. Doch Anleger behalten United Technologies heute nicht nur wegen der guten Zukunftsaussichten im Auge. Der Mischkonzern wird als möglicher Übernahmekandidat von Honeywell gehandelt. In der Übernahmeschlacht um den Mischkonzern hatte General Electric dem Unternehmen damals den Braten vor der Nase weggeschnappt. Sollte sich die Europäische Wettbewerbsbehörde bis spätestens zum 12. Juli gegen die geplante Übernahem durch General Electrics entscheiden, hätte United Technologies gute Chancen.

Neben United Technologies und Honeywell treiben den Dow Jones Index auch die Kursgewinne bei den Einzelhandelswerten Home Depot und Wal-Mart in die Höhe. Stärker präsentieren sich auch Titel der Chip- und Biotechnologiebranche. Gedrückte Stimmung herrscht jedoch bei Titeln aus den Sektoren Netzwerke und Glasfaser.

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