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Gemischtes Finale

Der Dow Jones und der Nasdaq Index gingen am Mittwoch uneinheitlich aus dem Handel. Der schwache Euro und hohe Ölpreise belasteten den US-Aktienmarkt. Vor allem Blue Chips, bereits in den letzten Tagen schwächer, zog es nach unten. Die Nasdaq konnte sich bis zum Handelsschluss schließlich noch in die Gewinnzone retten.

US Raffinerien zeigen nur geringe Fortschritte, ihre Lagerbestände aufzustocken. Die Preise ziehen weiter an. Die Investmentbank Merrill Lynch erhöht die Schätzungen für Ölpreise auf Jahressicht auf 29,25 Dollar pro Barrel. Die Gewinnschätzungen für mehrere Ölkonzerne, wie Exxon Mobil, wurden angehoben. Dennoch gingen Titel wie Exxon und Texaco mit Kursgewinnen aus dem Rennen.





Der Euro fällt auf ein neues Rekordtief. Hiervon ist unter anderem Coca-Cola betroffen. Der Getränkeriese gehörte am Mittwoch zu einem der größten Verlierer im Dow Jones Index. US-Firmen mit einem hohen Exportanteil werden weiterhin belastet.



Bevor Euro und Öl Besserung zeigen, scheint für die Märkte keine Erholung in Sicht. Auch die Gewinnwarnungssaison lief am Mittwoch weiterhin auf Hochtouren. Die Telefongesellschaft Sprint schreckte die Anleger mit einer Gewinnwarnung, die Konsensschätzungen im dritten Quartal könnten verfehlt werden. Erwartet worden war ein Gewinn in Höhe von 49 Cents pro Aktie. Sprint gibt als neues Ziel 45 bis 47 Cents pro Aktie an.



Auch das Ergebnis des Mobilfunkarms Sprint PCS dürfte tendenziell am unteren Ende der Erwartungen liegen. Bei der Einführung neuer Telefonpläne sind offenbar höhere Kosten angefallen als zunächst prognostiziert. Der gesamte Telekommunikationssektor performt nach dem gestrigen Aufflackern heute schwächer.



Das es auch anders geht, macht Boeing vor. Der größte Flugzeughersteller korrigierte die Erwartungen für das laufende Jahr zur Wochenmitte. Ursprünglich hatte Boeing einen Cash Flow in Höhe von drei bis vier Milliarden Dollar veranschlagt. Wie das Unternehmen mitteilte, sei für 2000 ein Cash Flow von über vier Milliarden Dollar realistisch. Als Begründung wurden unter anderem Kostensenkungen angeführt. Das Aktienrückkaufprogramm laufe zudem nach wie vor nach Plan. Die Aktie legte am Mittwoch fast fünf Prozent an Wert zu.



An der Technologiebörse Nasdaq belasten unter anderem Nextel, Qualcomm, Microsft und JDS Uniphase den Markt.



Qualcomm

hatte in den letzten Tagen gut performt, belastete aber am Mittwoch den Markt, da Anleger hier ihren Gewinn einlösten.



Auf der Gewinnerseite steht dagegen Intel und da dann auch ganz vorne. Positive Analystenkommentare vom Dienstag wirken hier weiter Wunder.



Das Biotechnologieunternehmen Amgen verbuchte ebenfalls Kursgewinne. Die Aktie wird von Paine Webber zum Kauf empfohlen. Das Kursziel steht bei 85 Dollar.



Von der Ertragsfront kamen gute Nachrichten von Lehman Brothers. Die Investmentbank konnte die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich übertreffen. Zudem wurde ein Aktiensplitting im Verhältnis zwei zu eins angekündigt. Die Aktie war in letzter Zeit kräftig angezogen. Frei nach dem Motto "sell on news" drehte der Kurs am Mittwoch in den roten Bereich.

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