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Gemischtes Handelsbild

New York Stock Exchange ist blau eingepackt. Alles steht im Zeichen des Allianz-Börsenganges. Der Versicherungskonzern verkündet der amerikanischen Finanzwelt die frohe Botschaft mit blauen Stoffbahnen an den Wänden der Börse. Den Blue Chips nützte der Wandschmuck jedoch nichts. Sie haben keinen Anlass zu feiern und notieren seit Handelsbeginn im Minus.

Der Nasdaq Index schlägt sich dagegen tapfer. Zwar drehte das Börsenbarometer der US- High-Tech-Werte am Morgen in die Verlustzone, rettete sich aber wieder ins positive Terrain. Die rosigen Zukunftsaussichten bei Qualcomm sorgen für Punktgewinne. Auch Oracle zählt zu den Gewinnern des Segments.



Bis zur Mittagzeit ist Oracle die meist gehandelte Aktie an der Nasdaq. Hatte der Wert gestern noch 5,8 Prozent an Wert verloren, legt der Titel zum Wochenschluss wieder zu. Spekulationen, nach denen der CFO und der Geschäftsführer gekündigt haben sollten, hatten die Aktie gestern unter Druck gesetzt. Die Nachricht erwies sich als falsch. Lehman Brothers empfahl Oracle daraufhin zum Kauf. Der Einstiegspreis sei günstig hieß es.



Belastend wirken sich dagegen die pessimistischen Zukunftsprognosen von Kulicke & Soffa aus. Der größte US-Hersteller von Zubehör für die Chipmontage wird die Umsatzerwartungen für das vierte Quartal nicht erfüllen können. Statt der ursprünglich erwarteten 259 Millionen Dollar rechnet das Unternehmen lediglich mit Einnahmen in Höhe von 140 bis 165 Millionen Dollar. Damit wird der Umsatz voraussichtlich rund 15 bis 40 Millionen Dollar unter den Einnahmen des Vorjahreszeitraums zurückbleiben. Das Unternehmen begründet die enttäuschende Umsatzentwicklung damit, dass ein Teil der Großkunden sowohl eine Reihe bereits erteilter als auch neuer Aufträge verschoben hat. ABN Amro nimmt den Wert daraufhin von der Empfehlungsliste.



Bei Priceline dreht sich das Personalkarussell und der Kurs purzelt erneut. Im frühen Handel verliert die Aktie 32 Prozent an Wert. Die Star-Finanzchefin Heidi Miller ist zurückgetreten. Der Schritt erfolgt im Anschluss an die jüngsten Quartalszahlen. Das Unternehmen lag sowohl mit dem Verlust von einem Cent pro Aktie und dem Umsatz von 341,4 Millionen Dollar im Rahmen der Erwartungen. Allerdings hat das Management einen Rückgang im Kerngeschäft, dem Verkauf von Flugtickets, gemeldet. Gleichzeitig warnte Priceline, der Umsatz werde im vierten Quartal sinken. Dabei ließ das Management offen, ob trotzdem das Ziel erreicht wird, im kommenden Quartal erstmals Gewinne auszuweisen. Nicht zuletzt gab Priceline die Entlassung von 87 Mitarbeitern, 16 Prozent der Belegschaft, bekannt - die eine Rückstellung im vierten Quartal nach sich ziehen werde. Die Priceline-Aktie brach daraufhin nachbörslich über 40 Prozent ein - der größte Tagesverlust der Firmengeschichte. Seit Jahresanfang hat der Titel über 86 Prozent an Wert verloren.

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