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Gemsichter Handelsstart

Morgen ist "Humphrey Hawkins Day"! Anleger erhoffen sich von Alan Greenspans morgiger Rede vor dem US-Kongress beflügelnde Worte für den Markt. Zwei Mal im Jahr, nun und im Juli, informiert das Oberhaupt der US-Notenbank über die ökonomische und geldpolitische Entwicklung der Vereinigten Staaten. Nachdem "Big Al" im Januar die US-Leitzinsen bereits um insgesamt 100 Basispunkte auf fünf Prozent senkte, erhoffen sich die Investoren nun weitere Schritte Greenspans, um die US-Wirtschaft vor der drohenden Rezession zu bewahren.

Über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft einig scheinen sich die Analysten von Goldman Sachs zu sein. Sie prognostizieren keine prompte Erholung der Aktienmärkte in der zweiten Jahreshälfte. Anleger sollten sich auf einen langsameren Aufschwung einstellen. Weiterhin sinkende Konsumausgaben, rückläufige Unternehmensinvestitionen und die schwierige Lage der verarbeitenden Industrie machen eine Erholung in Kürze unwahrscheinlich.



Unter Kursverlusten leiden am Morgen die Computerwerte. Hatten vorbörslich Schnäppchenjäger bei Computerwerten und ihren Artverwandten für Erholung gesorgt, vermiesen eine Gewinnwarnung von Emulex die Stimmung. Der Hersteller von Computerkarten, die den Datentransfer im Netz beschleunigen, wird die Gewinnprognosen nicht erfüllen können. Durch die Verschiebung einiger Auftragseingänge wird Emulex das erwartete Umsatzwachstum nicht erzielen können. Ashok Kumar von us Bancorp Piper Jaffray stuft duev Aktie von "kaufen" auf "neutral" ab.



Trotz enttäuschende Quartalszahlen legt Pharmacia im frühen Handel fast zwei Prozent an Wert zu. Der Konzern musste im vierten Quartal einen Gewinneinbruch in Höhe von 45 Prozent hinnehmen. Auch das Umsatzwachstum bei Kassenschlager Celebrex, einem Schmerzmittel, von 55 Prozent konnte nicht helfen. Der Gewinn fiel aufgrund von Fusionskosten von 284 Millionen Dollar oder 22 Cents pro Aktie im Vorjahr auf 157 Millionen Dollar oder elf Cents pro Aktie. Dennoch zuversichtlich zeigt sich die Unternehmensleitung für das laufende Geschäftsjahr. Der Gewinn soll um 20 Prozent steigen.



Weniger erfreut zeigen sich die Anleger über Schlumbergers Expansionsaktivitäten. Das weltweit zweitgrößte Öl-Service-Unternehmen wird die englische-französische Sema Gruppe für rund 5,3 Milliarden Dollar übernehmen. Damit wird Schlumberger rund 18 Prozent mehr bezahlen, als Sema am Freitagsschlusskurs wert war. Durch den Kauf plant Schlumberger die Bereiche Technologie und Computing auszubauen. Das IT-Unternehmen ist auf die Integrierung von Computersystemen spezialisiert und hatte vergangenes Jahr die deutsche LHS gekauft. Die Aktie von Sema gewinnt an Wert, Schlumberger notiert fast fünf Prozent im Minus



Wie Balsam auf Amazons Wunden dürfte am Morgen eine Studie von Brokerhaus Credit Suisse wirken.Die Aktie gewinnt rund im frühen Handel rund sechs Prozent an Wert. Laut einer Studie des Hauses sei Amazons Liquidität noch bis Ende des laufendne Jahres gewährleistet. Die Credit Suisse First Boston empfiehlt die Aktie weiterhin zum "Kauf".



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