Genaue Höhe des Defizits weiter offen
Expo-Aufsichtsrat tagte zum letzten Mal

ap HANNOVER. Die genauen Verluste der Weltausstellung in Hannover sind auch nach der letzten Sitzung des Expo-Aufsichtsrats offen. Das Gremium beendete am Freitagnachmittag in Hannover seine Tätigkeit. Es sei weiterhin mit einem betriebswirtschaftlichen Defizit der Expo 2000 GmbH in Höhe von 2,4 Mrd. DM zu rechnen, sagte Expo-Sprecherin Silke Schumacher nach der Sitzung. Genauere Zahlen seien auch im Aufsichtsrat nicht genannt worden und erst im kommenden Jahr zu erwarten.

Dem Defizit stünden allerdings nicht nur Steuermehreinnahmen der Hauptgesellschafter Bund und Land Niedersachsen gegenüber, sondern auch auf dem Expo-Gelände geschaffene Vermögenswerte in Höhe von 874 Mill. DM, betonte Schumacher. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Helmut Werner, dankte zum Abschluss allen Mitarbeitern der Weltausstellung für ihr vorbildliches Engagement. Der reibungslose Verlauf der Expo an allen 153 Tagen sei keineswegs eine Selbstverständlichkeit gewesen.

Die Expo 2000 GmbH wird zum Jahreswechsel in eine Gesellschaft in Liquidation umgewandelt, als deren erster Geschäftsführer der aus Konkursverfahren bekannte Wirtschaftsanwalt Jobst Wellensiek bestellt wurde. Zusammen mit dem Aufsichtsrat beendet auch die bisherige Geschäftsführung ihre Tätigkeit.

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