Genehmigung der Kartellbehörden steht noch aus
GE macht für Instrumentarium Milliarden locker

Der US-Mischkonzern General Electric (GE) will das finnische Medizintechnikunternehmen Instrumentarium für zwei Mrd. ? in bar kaufen. Mit der Übernahme des Herstellers von Anästhesie-Geräten in Krankenhäusern will GE den Angaben zufolge seinen Medizintechnik-Sparte stärken.

Reuters HELSINKI. Durch die Übernahme stärke GE sein Angebot für den technischen Krankenhausbedarf, teilte der Chef der Medizintechnik-Sparte von GE, Joseph M. Hogan, am Mittwoch mit. Instrumentarium stellt unter anderem Überwachungsmonitore für Intensivstationen und Diagnostik-Geräte her. Die Aktionäre von Instrumentarium müssen dem Kauf zu 80 % zustimmen. Zudem steht noch die Genehmigung der Kartellbehörden aus. Der Kauf soll 2003 abgeschlossen werden. Helsinki soll der europäische Hauptsitz für das GE Medical Systems werden.

Instrumentarium gab weiter bekannt, GE biete für alle ausstehenden Anteilsscheine 40 ?, was ein Plus von 47 % gegenüber dem Vortages-Schluss von 27,30 ? bedeutet. In Helsinki kletterte der Kurs am Mittwoch zeitweise um 42 % auf 39 ?.

Analysten beschrieben die Übernahme als vorteilhaft für beide Unternehmen und erwarten kein Gegenangebot von dritter Seite. So habe Philips bereits vor zwei Jahren Agilent von Tyco gekauft und Siemens habe bisher kein Interesse an einem Ausbau seiner Sparte geäußert, erklärten Analysten in London. GE, deren Produktpalette von Flugzeugmotoren bis zu Haushaltsgeräten reicht, kaufe eine traditionsreiche und profitable Firma mit einer glänzenden Zukunft und einer über 100-jährigen Vergangenheit. Zudem komme der Kauf für den GE-Chef Jeffrey Immelt, der vor gut einem Jahr von dem seinerzeit renommierten Jack Welch jr. die GE-Leitung übernommen hatte, gerade recht. Der Aktienkurs von GE hat allein in diesem Jahr 35 % an Wert verloren.

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