General-Motors-Aktien klettern 7,8 Prozent
US-Börsen schließen deutlich fester

Die Hoffnung auf weitere positive Überraschungen bei den US-Unternehmensbilanzen hat der Wall Street zum Wochenauftakt erneut Kursgewinne beschert.

Reuters NEW YORK. Der Aufwärtstrend der vergangenen zwei Wochen habe die Zuversicht der Anleger zusätzlich gestärkt, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index stieg bis Handelsschluss um 2,59 Prozent auf rund 8538 Punkte, nachdem er im frühen Geschäft wegen Gewinnmitnahmen etwa ein Prozent nachgegeben hatte. Der technologielastige Nasdaq-Index kletterte um 1,69 Prozent auf rund 1310 Punkte nach Verlusten von bis zu 1,50 Prozent im frühen Geschäft. Der breiter gefasste S&P-Index legte um 1,73 Prozent auf rund 900 Punkte zu.

"Ich denke, die Stimmung hat sich deutlich gebessert", sagte Rick Meckler von der Investmentfirma Liberty View. "Es war sicherlich eine sehr kräftige Aufwärtsbewegung bis hierher. Und erstmals war es auch deutlich genug, um die Anleger davon zu überzeugen, dass wir für die nächste Zeit einen Boden erreicht haben könnten", fügte er hinzu.

In dieser Woche werden weitere rund 150 US-Unternehmen ihre Quartalsberichte vorlegen, nachdem in der vergangenen Woche bereits einige Schwergewichte mit ihren Ergebnissen die Märkte positiv überrascht hatten. Bisher haben 215 der S&P-500-Unternehmen ihre Bilanzen vorgelegt. Rund 60 Prozent davon haben nach Angaben von Thomson First Call die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Die Standardwerte wurden am Montag nach Händlerangaben besonders von Kursgewinnen bei konjunktursensitiven Werten wie den Aktien des Autoherstellers General Motors (GM), des Getränkekonzerns Coca Cola und des Tabakkonzerns Philip Morris angetrieben. GM-Aktien kletterten um rund 7,8 Prozent auf 37,00 Dollar, der Aktienkurs von Coca Cola legte um rund 3,5 Prozent auf 48,00 Dollar zu und die Titel von Philip Morris um 6,12 Prozent auf 42,49 Dollar.

Händler sagten, die Kursgewinne zeigten, dass die Anleger sich kaum durch die am Montag vorgelegten schwachen Konjunkturdaten einschüchtern ließen. Im frühen Geschäft hatte der Rückgang der US-Frühindikatoren im September die Anleger noch zu Gewinnmitnahmen veranlasst. Der Index, der die konjunkturelle Entwicklung in den USA in den kommenden Monaten im Voraus anzeigt, war im September den vierten Monat in Folge gesunken.

Trotz der Kurserholung notierten einige Technologieaktien weiterhin schwächer. Die Aktien des Softwarekonzerns Microsoft gaben rund 1,2 Prozent auf 52,51 Dollar ab. Konzernchef Steve Ballmer hatte am Sonntag den kräftigen Anstieg des Umsatzes im abgelaufenen Geschäftsquartal als voraussichtlich nicht nachhaltig bezeichnet. "Das war eine Art Einmal-Anomalie", sagte Ballmer dem australischen Fernsehsender "Nine Network". Es sei weiterhin mit schwierigen Geschäftsbedingungen weltweit zu rechnen. Microsoft hatte Ende vergangener Woche mit überraschend starken Quartalszahlen die Kurse gestützt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,44 Milliarden Aktien den Besitzer. 1984 Werte legten zu, 1262 gaben nach und 166 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 1961 im Plus, 1313 im Minus und 18 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 1-1/32 auf 101-3/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,23 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 1-6/32 auf 103-15/32 Punkte ein und hatten eine Rendite von 5,14 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%