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General Motors plant Auffanggesellschaften für Opel-Mitarbeiter

Der US-Autohersteller General Motors Co. (GM) will die 10 000 geplanten Entlassungen in Deutschland mit einem Krisenplan abfedern.

dpa-afx BERLIN. Der US-Autohersteller General Motors Co. (GM) will die 10 000 geplanten Entlassungen in Deutschland mit einem Krisenplan abfedern. "Wenn es uns gelingt, die betreffenden Mitarbeiter in Beschäftigungsgesellschaften zu überführen, können wir betriebsbedingte Kündigungen vermeiden", sagte der GM-Vizechef für Europa, Carl-Peter Forster, der "Welt am Sonntag".

Jetzt komme es auf eine Einigung mit dem Betriebsrat an. Der Plan sehe vor, die Mehrzahl der von Stellenkürzungen betroffenen Mitarbeiter in Auffanggesellschaften unterzubringen, in denen die Arbeitsplätze für zwei Jahre garantiert werden sollen. Die Beschäftigten müssten dafür allerdings Lohneinbußen hinnehmen. GM peile Löhne an, die zehn Prozent unter dem Metall-Tarifvertrag liegen. Derzeit verdienen die Opel-Mitarbeiter bis zu 20 Prozent über Tarif. GM würde sich durch die Auffanggesellschaften einen teuren Sozialplan sparen.

Sperre sich der Betriebsrat gegen die Auffanggesellschaften drohe vor allem dem Werk Bochum das Aus. "Die Gefahr einer Werkschließung ist nicht vom Tisch", sagte Henderson. Und es könnte noch schlimmer kommen: "Wenn sich die Autowirtschaft weiter verschlechtert, müssen wir erneut nachjustieren", kündigte der Vize-Europachef an. "Ich kann nicht erkennen, dass sich die Lage der Branche in den nächsten ein, zwei Jahren entspannt."

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