Generalbevollmächtiger laut Magazinbericht vor Entlassung
Spitzeldienste bei Dresdner Bank sollen Folgen haben

vwd HAMBURG. Die "Spitzel-Affäre" bei der Dresdner Bank AG, Frankfurt, hat - allen anfänglichen Dementis zum Trotz - nun wohl doch personelle Konsequenzen, meldet das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Vorstandssprecher Bernd Fahrholz will dem Bericht zufolge den Generalbevollmächtigten Manfred Schaudwet in den Vorruhestand verabschieden. Eine Bank-Sprecherin wollte zu dem geplanten Abgang keinen Kommentar abgeben.

Schaudwet sei in Ungnade gefallen, weil er schon vor über drei Jahren einen Privatdetektiv zur " Medienberatung", so die offizielle Aufgabenbeschreibung, angeheuert habe, berichtete das Magazin. Er habe herausfinden sollen, welche Mitarbeiter zu welchen Journalisten Kontakt hielten.

Der Detektiv war bis Ende 1999 engagiert und erhielt für seine Dienste insgesamt mehr als eine Mill. DM. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte Fahrholz einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, dessen Bericht dem Vorstand inzwischen vorliegt. Schaudwet will die Bank dem Magazinbericht zufolge allerdings nicht, wie von Fahrholz gewünscht, zum 31. März verlassen - um den Zusammenhang zur Spitzel-Affäre zu kaschieren. Insider erwarten dennoch, dass Fahrholz hausintern über genügend Durchsetzungsvermögen verfügt, um sich schon bald von dem Manager zu trennen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%