Generalbundesanwalt: Tatbeteiligung nicht sicher nachgewiesen
Ermittlungen gegen mutmaßliches RAF-Mitglied Meyer eingestellt

Generalbundesanwalt Kay Nehm hat die Ermittlungen gegen das mutmaßliche frühere RAF-Mitglied Barbara Meyer eingestellt.

afp KARLSRUHE. Wie die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte, konnte der 44-Jährigen die Beteiligung an mehreren Straftaten der Rote Armee Fraktion (RAF) nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden. Die Anklagebehörde hatte gegen Meyer unter anderem wegen des Verdachts ermittelt, im Juni 1985 an einem Überfall auf den Geldboten eines Supermarktes bei Tübingen beteiligt gewesen sein. Die RAF-Mitglieder verletzten damals den Mann mit einem Schuss aus nächster Nähe und raubten seine Geldtasche mit rund 157 000 Mark.

Die Meyer ebenfalls zur Last gelegte Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ist den Angaben zufolge verjährt. Meyer stand in dem Verdacht, zwischen 1984 und 1986 Mitglied der RAF gewesen zu sein. Barbara Meyer hatte sich Anfang Mai 1999 bei der Deutschen Botschaft im Libanon gestellt. Im Oktober des selben Jahres war sie aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Meyers früherer Ehemann, der mutmaßliche RAF-Terrorist Horst Ludwig Meyer, war Mitte September 1999 in Wien bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden.

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