Generalsekretät muss sich bald äußern
FDP weist Ablösungsgerüchte um Westerwelle zurück

Reuters BERLIN. Die FDP ist Berichten entgegengetreten, wonach Parteichef Wolfgang Gerhardt einen Nachfolger für Generalsekretär Guido Westerwelle sucht. Dazu habe der FDP-Vorsitzende keinen Anlass, erklärte Parteisprecher Martin Kothe am Mittwoch in Berlin. Der Erfolg der gemeinsamen Arbeit der beiden Politiker in den vergangenen Jahren sei für jeden Beobachter erkennbar. Gerhardt halte es "für widersinnig und für politisch in höchstem Maße unklug, das Erfolgsteam Gerhardt/Westerwelle auseinanderzureißen". Anderslautende Meldungen entsprächen nicht den Tatsachen.

Die "Bild"-Zeitung berichtete am Mittwoch, Gerhardt schaue sich nach einem neuen Generalsekretär um, der das Amt bis zum Parteitag im Mai wahrnehmen könne. Er habe deshalb bereits Gespräche mit jungen Vorstandsmitgliedern geführt. Gerhardt reagiere damit auf angebliche Äußerungen Westerwelles, auf dem Parteitag gegen ihn kandidieren zu wollen. In der FDP wird der Generalsekretär auf Vorschlag des Vorsitzenden ernannt.



Unklare Situation

Westerwelle war in den vergangenen Tagen unter anderem vom FDP-Ehrenvorsitzenden Otto Graf Lambsdorff und dem stellvertretenden Parteichef Walter Döring aufgefordert worden, seine Absichten öffentlich zu erklären. Falls er gegen den Parteichef antreten wolle, müsse er sein Amt abgeben. Andere FDP-Politiker wie der parlamentarische Geschäftsführer Jürgen Koppelin und Arbeitsmarktexperte Dirk Niebel hatten die Diskussion als schädlich und überflüssig bezeichnet.

Westerwelle hat sich bislang nicht zu den Vorgängen geäußert. Er macht derzeit Urlaub im amerikanischen Florida.

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