Generalstreik geplant
Perus Präsident sagt Deutschlandbesuch ab

Der peruanische Präsident Alejandro Toledo hat einen für kommende Woche geplanten offiziellen Deutschlandbesuch wegen innenpolitischer Schwierigkeiten abgesagt.

dpa LIMA. Der Staatschef werde jedoch wie geplant nach Spanien reisen, versicherte der Präsident des Ministerrates, Roberto Dañino, am Donnerstagabend (Ortszeit). Grund der Absage sei ein für kommenden Dienstag geplanter Generalstreik, bei dem Unruhen befürchtet wurden.

Die größte Oppositionspartei, die Apristen des früheren Präsidenten Alan Garcia, kritisierten den erneuten kurzfristigen Verzicht auf eine offizielle Auslandsreise. Toledo breche eingegangene Verpflichten zu "leichtfertig", sagte Generalsekretär Jorge del Castillo.

Erst in dieser Woche hatte Toledo eine Reise nach Costa Rica abgesagt. Andererseits stieß die Teilnahme des 56-Jährigen am Weltkindergipfel der Vereinten Nationen (UN) in New York auf Unverständnis. Dort hätte Peru auch von einem Minister vertreten werden können, lautete der Vorwurf der Opposition.

Der von Gewerkschaften und Bürgerbewegungen ausgerufene Generalstreik richtet sich "gegen die Privatisierungen und das neoliberale Wirtschaftsmodell" der Regierung. Toledo steckt nur neun Monate nach seiner Wahl in einem Popularitätstief. Nur noch etwa 20 Prozent der Peruaner sind einer Umfrage zufolge mit seiner Amtsführung zufrieden. Grund sind vor allem die unverfüllten Wahlversprechen, die weit verbreitete Armut und die Arbeitslosigkeit zu lindern.

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